Ein letzter Wunsch: Hans‘ Reise in die Heimat
Heute ist der 4.06.2026 und in Berchtesgaden, einem kleinen, aber lebhaften Ort im Berchtesgadener Land, gibt es eine berührende Geschichte, die zeigt, wie wichtig es ist, den letzten Wünschen von Menschen, die in schwierigen Lebenslagen sind, nachzukommen. Das BRK-Hospizmobil hat einen ganz besonderen Auftrag übernommen: Es brachte den 82-jährigen Hans zurück in seine alte Heimat Südtirol. Hans leidet an einer fortgeschrittenen Krebserkrankung und ist derzeit in der onkologischen Abteilung der Uniklinik in Salzburg, wo er nicht mehr spezifisch behandelt wird. Sein letzter Wunsch war klar: Er wollte seine alte Wohnung in Sankt Ulrich im Gröbnertal besuchen, ein Ort voller Erinnerungen.
Die ehrenamtlichen Rotkreuzler, die sich um solche Herzensangelegenheiten kümmern, holten Hans und seine Lebensgefährtin Christina ab und transportierten sie mit einem Spezialfahrzeug. Es war nicht einfach, den alten Mann auf die Reise zu schicken. Schließlich kam Hans mit 21 Jahren nach Berchtesgaden, um in der Schnitzschule zu lernen, und blieb dort aus Liebe. Was für eine schöne, wenn auch bittersüße Geschichte! In seiner Wohnung angekommen, konnte Hans endlich in Erinnerungen schwelgen. Verwandte hatten sogar seine Leibspeisen mitgebracht, darunter schmackhafte Leberknödel und köstliche Linzer Schnitten. Ein Festmahl, das Erinnerungen weckte!
Ein emotionaler Abschied
Der Abschied war nicht nur emotional, sondern auch von Dankbarkeit geprägt. Hans bedankte sich mit den rührenden Worten: „Ihr seid zwei Engel mit vier Flügeln!“ Es ist einfach beeindruckend, wie solche Gesten und die Unterstützung durch das Hospizmobil dazu beitragen können, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein Stück Würde und Freude erfahren.
Wusstest du, dass die Hospizidee auf der Überzeugung beruht, dass Menschen jeden Alters in der letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung benötigen? Diese Philosophie gilt nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder und deren Familien. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) setzt sich dafür ein, jedem Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Das Sterben wird als Teil des Lebens betrachtet, und es ist wichtig, gute Bedingungen für die palliativmedizinische und -pflegerische Betreuung zu schaffen.
Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer im Hospizbereich ist unersetzlich. Sie bieten nicht nur Unterstützung für die Betroffenen, sondern auch für deren Angehörige. Wer sich in der Hospizarbeit engagieren möchte, findet beim DHPV zahlreiche Informationen und Angebote.
Es sind Geschichten wie die von Hans, die uns daran erinnern, dass es um mehr geht als um medizinische Betreuung. Es geht um menschliche Nähe, um Erinnerungen und um die kleinen und großen Momente, die das Leben ausmachen. Ein Besuch in der alten Heimat, ein gutes Essen und die Nähe von geliebten Menschen – das ist es, was zählt.
Für mehr Informationen über die wertvolle Arbeit im Hospizbereich kann die Webseite des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands besucht werden.
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