Heute ist der 8.06.2026 und die Weinwelt in Deutschland hat einen neuen Meilenstein erreicht. In Coburg wurde Barbara Becker zur neuen Präsidentin des Fränkischen Weinbauverbands gewählt. Dieses Amt hat nun zum ersten Mal eine Frau inne, und das ist ein großartiger Schritt in eine neue Ära. Becker, die 1969 in Schweinfurt in eine Winzerfamilie geboren wurde, folgt auf Artur Steinmann, der seit 2009 die Geschicke des Verbands leitete und nun Ehrenpräsident ist. Ihre Amtszeit beträgt vier Jahre, und danach wird bei einer Mitgliederversammlung neu gewählt.

Der Fränkische Weinbauverband vertritt rund 3.400 Winzerinnen und Winzer und ist somit eine bedeutende Stimme in der Weinbranche. Das Weinanbaugebiet Franken erstreckt sich über etwa 6.300 Hektar, von Bamberg bis Aschaffenburg. Jährlich werden in dieser Region etwa 400.000 Hektoliter Wein erzeugt. Im vergangenen Jahr konnten die Anbauer in Franken einen durchschnittlichen Ertrag verbuchen, was die Stimmung in der Branche sicherlich hebt.

Ein Aufbruch für Frauen im Weinbau

Die Wahl von Barbara Becker könnte nicht passender sein, wenn man bedenkt, dass der Anteil weiblicher Auszubildender in der Winzerausbildung in den letzten Jahren gestiegen ist. Laut einer Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung liegt der durchschnittliche Anteil weiblicher Auszubildender für den Zeitraum von 2020 bis 2024 sogar bei 30 %. Das zeigt, dass sich in der Branche etwas tut – und das ist toll!

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass seit 2020 durchschnittlich 82 junge Frauen pro Jahr in die Winzerausbildung starten. Das könnte sich auch auf die Hochschulen auswirken: Im Wintersemester 2024/25 wurden an deutschen Hochschulen 169 neu eingeschriebene Studierende im Bereich Wein verzeichnet, von denen 46 % Frauen sind. Ein echter Trend, der nicht ignoriert werden kann!

Der Weinbau im Wandel

Beckers Wahl ist mehr als nur ein symbolischer Akt – sie steht für den Wandel in der Weinbranche, wo Frauen zunehmend sichtbarer werden. In der Organisation „Generation Riesling“ stieg der Frauenanteil von 28 % im Jahr 2019 auf 37 % im Jahr 2025. Das zeigt, dass junge Winzerinnen und Winzer nicht nur aktiv sind, sondern auch Führungsrollen anstreben. Es gibt also viel Potenzial, das die Branche in den kommenden Jahren entfalten kann.

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Insgesamt ist der Fränkische Weinbauverband mit Becker an der Spitze sicherlich gut aufgestellt. Die Unterstützung der Weinwirtschaft durch Schulungen, Seminare und Marktforschung, die vom Deutschen Weininstitut (DWI) angeboten werden, wird den Winzern helfen, sich auf dem Markt zu behaupten. Informationen über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Messen und die Organisation von Weinpräsentationen sind für die Branche von großer Bedeutung.

Die Entwicklungen im Weinbau, insbesondere in Franken, sind spannend und zeigen, dass die Zeit für Veränderungen reif ist. Mit einer Frau an der Spitze des Verbands könnte es neue Impulse geben, die sowohl die Tradition als auch die Innovation im Weinbau fördern.