Am 13. Juli 2026 fand in München eine feierliche Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit, Pflege und Prävention statt, die von der Gesundheitsministerin Judith Gerlach geleitet wurde. Die Medaille wird an Bürger verliehen, die sich in herausragender Weise für das Wohl anderer einsetzen. In diesem Jahr wurden 17 Menschen ausgezeichnet, darunter auch zwei besonders engagierte Coburger: Uwe Rendigs und Helga Schadeberg. Die Auszeichnung würdigt ihren unermüdlichen Einsatz und die Verantwortung, die sie für ihre Mitmenschen übernommen haben.

Uwe Rendigs ist eine prägende Figur in der Coburger Gemeinschaft. Er war 16 Jahre lang Vorsitzender der Stiftung für krebskranke Kinder und unterstützte zahlreiche betroffene Familien in schwierigen Zeiten. Seine Arbeit umfasste das Verfassen von Förderanträgen, das Koordinieren von Therapien und das Begleiten von Familien – eine Verantwortung, die er mit viel Herz und Engagement trug. Im Frühjahr 2025 wird er mit 81 Jahren sein Amt niederlegen, nachdem er im Juli 2025 die Stadtmedaille in Silber von der Stadt Coburg erhalten hat.

Ein Lichtblick in schweren Zeiten

Helga Schadeberg, die zweite Coburger Preisträgerin, ist seit rund 20 Jahren in der Hospizbewegung aktiv. 2006 gründete sie den Verein „Lebensraum – ein Hospiz für Coburg“, der seit 2018 in der Kükenthalstraße Schwerkranke palliativ betreut. Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten in der letzten Lebensphase zu verbessern und Krankheitsbeschwerden zu lindern. Das Hospiz arbeitet nicht gewinnorientiert und wird durch Kranken- und Pflegekassen sowie durch Spenden unterstützt. Schadebergs Engagement hat vielen Familien in ihrer schwierigsten Zeit Halt gegeben.

Doch Uwe Rendigs und Helga Schadeberg sind nicht die einzigen, die für ihre bemerkenswerte Arbeit gewürdigt wurden. Auch andere Persönlichkeiten aus Bayern erhielten die Staatsmedaille. So haben Karl Baumann und Birgit Birner eine der ersten Selbsthilfegruppen für Long-Covid-Patienten in Ostbayern gegründet und den Landesverband „Post-Covid 19 Bayern“ ins Leben gerufen. Edith Dürr, die 18 Jahre lang Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft München des Bayerischen Roten Kreuzes war, setzt sich weiterhin als Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes ein.

Vielfalt des Engagements

Über die Grenzen von Coburg hinaus zeigt sich ein breites Spektrum an Engagement in der Gesundheits- und Pflegebranche. Gertrud Friess-Ott, Pflegedirektorin, hat mit ihrem Mann die Stiftung Chirurgie an der TU München gegründet, während Prof. Dr. Helmut Friess sich international für humanitäre Einsätze stark macht. Irma Goth sammelt seit über 20 Jahren Spenden für die Kinderkrebshilfe und Karin Hainke unterstützt chronisch kranke Kinder mit ihrem Verein Amélie e.V. Auch Alexander Leipold, ein erfolgreicher Freistilringer, ist aktiv und setzt sich als Botschafter für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein.

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Die Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille zeigt eindrucksvoll, wie vielschichtig und nachhaltig das Engagement in Bayern ist. In einer Welt, die oft von Herausforderungen geprägt ist, sind es die Menschen wie Rendigs und Schadeberg, die mit ihrem Einsatz Lichtblicke setzen. Ihre Geschichten inspirieren und machen deutlich, dass jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten kann, um das Leben anderer zu bereichern. Die Auszeichnung ist nicht nur eine Ehrung, sondern auch ein Ansporn für uns alle, uns für das Wohl unserer Mitmenschen einzusetzen.

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