In Dachau tut sich was im Bereich Radverkehr! Der Verkehrsausschuss des Stadtrats hat mit knapper Mehrheit beschlossen, auf der äußeren Münchner Straße beidseitige Fahrradstreifen einzurichten. Dies soll die bestehenden Radstreifen auf der inneren Münchner Straße fortsetzen und damit eine sichere Radachse zwischen der Altstadt und dem südlichen Stadtrand schaffen. Die Idee ist, die Radfahrer nicht länger auf den Gehweg zu drängen, wo sie sich bisher oft mit Fußgängern den Platz teilen mussten.

Der Umbau wird mit voraussichtlich 100.000 Euro zu Buche schlagen. Aktuell gibt es auf der äußeren Münchner Straße zwei Fahrstreifen pro Richtung für den Kfz-Verkehr – das bedeutet, dass sich Radfahrer und Fußgänger auf dem Gehweg eine Art „Wettlauf“ liefern müssen. Nach dem Umbau wird es nur noch je eine Fahrspur für Autos geben. Ein multifunktionaler Mittelstreifen soll Linksabbiegern helfen und die reduzierte Kapazität der Straße ausgleichen. Bisher mussten Linksabbieger ohne eigene Spur auskommen, was oft zu Staus geführt hat.

Die Stimmen im Stadtrat

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen zu dem Vorhaben. CSU-Stadtrat Christian Hartmann äußerte Bedenken, dass der Umbau zu mehr Staus im Berufsverkehr führen könnte. Markus Erhorn von den Freien Wählern hinterfragte sogar die Notwendigkeit des Projekts, da es keinen Nachweis für einen Unfallschwerpunkt gebe. Doch SPD-Stadträtin Anke Drexler erinnerte daran, dass ähnliche Bedenken bei der inneren Münchner Straße geäußert wurden, die sich im Nachhinein nicht bewahrheitet hätten. Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) sieht in dem Umbau eine wichtige Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Es ist erfreulich zu sehen, wie die Stadt Dachau sich für eine bessere Radinfrastruktur einsetzt. Die Fortsetzung der Radstreifen ist nicht nur ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit, sondern auch ein Teil des städtischen Radverkehrskonzepts. Damit zeigt die Stadt auch, dass sie die Bedürfnisse der Radfahrer ernst nimmt.

Ein Blick über die Grenzen

Die Entwicklungen in Dachau stehen nicht alleine da. Laut dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) dokumentiert der Wirkungsbericht „Ein Gewinn auf vielen Wegen“, wie wichtig der Radverkehr für die Verkehrssicherheit, Stadtentwicklung und sogar den Tourismus ist. Der Bericht zeigt, dass die Bundesförderung in den letzten Jahren tatsächlich im Alltag der Menschen angekommen ist. So konnten gefährliche Kreuzungen entschärft und neue Radwege sowie sichere Radabstellanlagen geschaffen werden. Das Unfallrisiko an geförderten Radverkehrsanlagen wurde um bis zu 30% reduziert.

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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hebt hervor, wie die Förderung zur Verbesserung des Radverkehrs beiträgt und somit auch die Gesundheit und soziale Teilhabe der Bürger fördert. Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass 39,2% der Förderungen in ländliche Räume und 40% in urbane Räume fließen. Das zeigt, dass auch der ländliche Raum von solchen Investitionen profitiert.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation auf der äußeren Münchner Straße entwickeln wird. Die Pläne sind vielversprechend, und hoffentlich führt der Umbau tatsächlich zu einer sichereren und angenehmeren Radfahrerfahrung in Dachau. Wer weiß, vielleicht wird die neue Radachse schon bald ein beliebter Weg für Pendler und Freizeitradler gleichermaßen!

Für weitere Informationen und Details zu dem Thema, können Sie den Artikel von der Süddeutschen Zeitung zu Rate ziehen.

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