Heute ist der 23.05.2026, und in Dillingen an der Donau gibt es Neuigkeiten von der Kreisklinik, die die Gemüter bewegen. Dr. Frank Auerbach, der ehemalige Chefarzt, kehrt zurück. Dies gab Elke Frank, die Geschäftsführerin der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, bekannt. Auerbach war erst vor einiger Zeit aufgrund von Sparmaßnahmen aus seiner Position entlassen worden, was für viele überraschend kam. Es war eine turbulente Zeit für die Kliniken, die im vergangenen Jahr ein Insolvenzverfahren durchlaufen mussten, was zur Entlassung von rund 190 Mitarbeitern führte. Die Rückkehr des erfahrenen Chirurgen könnte der Klinik helfen, die negativen Folgen dieser Entlassungen etwas abzufedern.

Die Geschäftsführung hofft, dass Auerbachs Rückkehr die Besetzung wichtiger Chef-Positionen, insbesondere in der Notaufnahme, positiv beeinflusst. Laut Frank läuft die Personalsuche „sehr gut“. Es scheint, als ob die Klinikleitung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Auerbach hatte nach seiner Entlassung zwar ein Verfahren gegen die Klinik vor dem Arbeitsgericht angestrengt, war jedoch offiziell weiterhin als Ärztlicher Leiter im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) angestellt, auch wenn er dort praktisch fehlte. Komischerweise stand das MVZ ebenfalls vor der Insolvenz, konnte jedoch abgewendet werden. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter in der Unfallchirurgie zur Rückkehr von Auerbach waren durchweg positiv, was für die Klinik ein gutes Zeichen ist.

Ein neuer Anfang für die Kliniken

Die Rückkehr von Auerbach steht nach Abstimmungen mit dem Landrat und im Aufsichtsrat fest. Auerbach, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie mit Zusatzqualifikationen in „Spezielle Unfallchirurgie“ und „Rettungsmedizin“, plant, im Juli zurückzukehren. Seine Nachfolge, Prof. Dr. Rainer Isenmann, hatte die Klinik während der Probezeit verlassen. Elke Frank zeigte sich unverständlich über die forcierte Trennung von Auerbach während des Insolvenzverfahrens. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

Ein weiterer Lichtblick für die Kreiskliniken ist, dass die Gläubiger dem Insolvenzplan mehrheitlich zugestimmt haben. Dies wurde als wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Kliniken bezeichnet. Der Insolvenzantrag wurde im März 2025 gestellt, gefolgt von einer Sanierung im Schutzschirmverfahren. Die Finanzierung für die Jahre 2026 und 2027 wurde durch den Landkreistag gesichert, sodass die Kliniken ab dem 1. Januar 2026 wieder eigenverantwortlich wirtschaften können. Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens könnte bereits am 31. Januar 2026 erfolgen.

Gemeinsam in die Zukunft

Sanierungsgeschäftsführer Dr. Maximilian Pluta und die Geschäftsführerin Sonja Greschner betonten die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Diese Sanierung sichert die langfristige Gesundheitsversorgung in der Region und wird für viele Menschen von Bedeutung sein. Der Abschluss des Schutzschirmverfahrens ist für den Jahreswechsel geplant, und die Geschäftsführung wird Anfang 2026 an Dr. Elke Frank übergeben. Es bleibt zu hoffen, dass das medizinische Konzept nahtlos fortgeführt und strategisch weiterentwickelt werden kann. Die kommenden Monate werden darüber entscheiden, ob die Kreiskliniken wieder auf einen stabilen Kurs kommen können. Die Rückkehr von Dr. Auerbach ist dabei nur ein Teil eines größeren Puzzles, das sich in Dillingen gerade zusammenfügt.

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