Heute ist der 19.04.2026. Im Landkreis Dingolfing-Landau zeigt die aktuelle Kriminalstatistik für das Jahr 2025 erfreuliche Ergebnisse. Die Sicherheitslage bleibt stabil, und die Zahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies wurde kürzlich von Polizeivizepräsident Werner Sika und der Leitenden Kriminaldirektorin Annette Haberl vorgestellt. Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten, ohne ausländerrechtliche Verstöße, sank um über 7% auf 2698 Fälle (2024: 2911). Dies ist eine positive Entwicklung für die Region, die die Bürgerinnen und Bürger beruhigen dürfte.

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die hohe Aufklärungsquote, die 2025 bei 70,2% liegt und damit leicht über dem Vorjahreswert von 70,0% liegt. Diese Quote verdeutlicht das Engagement der Polizei in der Verbrechensbekämpfung und wird auch von Landrat Werner Bumeder gelobt. Die Häufigkeitszahl der Straftaten sank ebenfalls um knapp 7% auf 2670 (2024: 2869). Damit dürfte die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, als gering eingeschätzt werden. Der Sicherheitsbericht 2025 ist online abrufbar auf der Website der Bayerischen Polizei (Wochenblatt).

Kriminalstatistik als Instrument der Sicherheit

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist ein wichtiges Instrument zur Erfassung von strafrechtlichen Sachverhalten, die der Polizei bekannt werden. Ihr Ziel ist es, ein verzerrungsfreies Bild der angezeigten Kriminalität zu schaffen, um die Kriminalitätsbekämpfung effektiv zu gestalten. Die PKS wird nach bundesweit einheitlichen Richtlinien durchgeführt und ermöglicht eine koordinierte Erhebung von Daten über die Kriminalität in Deutschland. Die Erfassung erfolgt nach festgelegten Regeln und einem Straftatenkatalog, der seit 1971 mehrfach aktualisiert wurde (Polizei Bayern).

Die PKS erfasst nicht nur Delikte, sondern auch die Zusammensetzung des Tatverdächtigenkreises und Veränderungen der Kriminalitätsquotienten. So können wichtige Erkenntnisse für die Planung und Forschung gewonnen werden. Die Statistik berücksichtigt dabei auch Rauschgiftdelikte, die von Zollbehörden gemeldet werden, aber schließt Staatsschutzdelikte und Verkehrsdelikte aus.

Gesamtbild der Kriminalitätsentwicklung in Deutschland

Die Kriminalitätsentwicklung in Deutschland ist insgesamt schwer eindeutig zu bewerten. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts gab es 2024 einen Rückgang um 1,7 % auf rund 5,84 Millionen Straftaten. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind die gesunkenen Cannabis-Delikte, die durch die Teillegalisierung seit dem 1. April 2024 bedingt sind. Dennoch gibt es auch einen Anstieg von Straftaten, die das Sicherheitsgefühl der Menschen beeinträchtigen.

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Die PKS erfasst nur die von der Polizei bekannt gewordenen und bearbeiteten Straftaten. Dunkelfeldstudien zeigen, dass viele Verbrechen, wie Vergewaltigungen, seltener angezeigt werden als beispielsweise Einbrüche. Die häufigsten Straftaten im Jahr 2024 waren Diebstähle, Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Rohheitsdelikte. Im gleichen Jahr wurden 285 Menschen ermordet, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Aufklärungsquote für 2024 lag bei 58%, was leicht gesunken ist. Auch die Anzahl der Tatverdächtigen ist zurückgegangen, während die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 41,8% gestiegen ist (Statista).