Heute ist der 1.06.2026 und in Ebersberg gibt es Neuigkeiten aus der politischen Szene. Martin Hagen, der FDP-Politiker, hat sich entschieden, sein Mandat im Ebersberger Kreistag nicht anzutreten. Der Grund? Er wurde am Wochenende zum Generalsekretär der FDP gewählt und möchte sich voll auf dieses neue Amt konzentrieren. Es ist schon eine bemerkenswerte Karriere, die Hagen hinter sich hat. Bei der Wahl erhielt er 356 von insgesamt 606 Delegiertenstimmen, was einer beeindruckenden Zustimmung von 58,75 Prozent entspricht. Er wurde ohne Gegenkandidaten nominiert, und das von Wolfgang Kubicki höchstpersönlich. So etwas kommt nicht alle Tage vor!
Doch was bedeutet das für den Ebersberger Kreistag? Hagens Mandat wird nun von Franz Zitzelsberger übernommen, einem gebürtigen Ebersberger, der im Landkreis groß geworden ist. Zitzelsberger ist 41 Jahre alt, gelernter Metzger und Industriemeister für Lebensmitteltechnik. Seit 2011 arbeitet er bei Kugler Feinkost in Parsdorf, wo er mittlerweile als Produktionsleiter tätig ist. Das klingt nach einer ganz ordentlichen Karriere! Und das ist noch nicht alles: Er ist seit 25 Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg. Zitzelsberger betont die Bedeutung des Ehrenamts für die Gemeinschaft und möchte sich für eine nachhaltige und bürgernahe Landkreispolitik einsetzen. Gemeinsam mit der FDP-Kreisrätin Susanne Markmiller plant er, die Kooperation mit der CSU als Fraktionsgemeinschaft aktiv zu gestalten.
Ein Wechsel in der Kommunalpolitik
Martin Hagen selbst bleibt trotz seiner neuen Herausforderungen im Gemeinderat von Vaterstetten aktiv. Dort wurde er im März erneut gewählt. Es ist also nicht so, dass er sich ganz aus der Kommunalpolitik zurückzieht. Aber die Frage bleibt: Wie wird sich dieser Wechsel auf die politische Landschaft in Ebersberg auswirken? Hagens Entscheidung, sein Kreistagsmandat niederzulegen, kommt nicht ganz überraschend. Er hatte bereits an der konstituierenden Sitzung des Kreistags Mitte Mai nicht teilgenommen, sich krankgemeldet. Zeit für einen Neuanfang, könnte man sagen.
Franz Zitzelsberger, der jetzt für Hagen nachrückt, bringt eine Menge Erfahrung mit. Nicht nur als Produktionsleiter, sondern auch durch sein ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr. Er ist verheiratet und hat kürzlich sein zweites Kind bekommen – das wird ihn sicher motivieren, sich besonders für die Belange von Familien im Landkreis einzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie er seine Erfahrungen in der Wirtschaft und im Ehrenamt in die politische Arbeit einfließen lassen wird.
Die Situation wirft auch einen Blick auf die Herausforderungen, vor denen die politische Landschaft in Deutschland steht. Gerade in Zeiten, in denen Bürgernähe und nachhaltige Politik großgeschrieben werden, könnte Zitzelsberger genau der richtige Mann am richtigen Ort sein. Das ist auf jeden Fall ein spannender Neuanfang für die Ebersberger FDP und ihre Wähler.
