Am Montag, den 18. Mai 2026, wurde um 7:03 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Ein kleiner Ölfilm auf dem Isarkanal drohte, das wertvolle Naturschutzgebiet des Ismaninger Speichersees zu gefährden. Diese Situation erforderte ein Großaufgebot an Einsatzkräften, die schnell vor Ort sein mussten, um Schlimmeres zu verhindern. Die Alarmierung erfolgte durch die Feuerwehreinsatzzentrale im Landratsamt unter dem Stichwort „Öl auf fließendem Gewässer“.
Zu diesem Zeitpunkt war es bereits gegen 7 Uhr, als der Ölfilm entdeckt wurde. Das Kraftwerk zum Speichersee wurde sofort geschlossen, und die Einsatzkräfte brachten Ölsperren ein, um das Ausbreiten des Öls zu stoppen. Insgesamt gelang es, etwa 8 bis 10 Liter Öl aus dem Wasser zu bergen, was durch den Einsatz von saugfähigem Vlies geschah. Eine Firma kümmerte sich danach um die fachgerechte Entsorgung des aufgenommenen Öls. Das alles geschah in enger Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt München, das ebenfalls vor Ort war und Wasserproben entnahm.
Effiziente Maßnahmen und Zusammenarbeit
Rund 90 Feuerwehrleute aus verschiedenen Gemeinden waren im Einsatz. Feuerwehrkräfte aus Aschheim, Unterföhring, Kirchheim, Ismaning, Heimstetten, Oberschleißheim, Grasbrunn, Pullach, Pliening und Landsham waren schnell zur Stelle. Auch das Technische Hilfswerk München-Land und die Polizei unterstützten die Aktion. Es war ein beeindruckendes Bild der Zusammenarbeit, wie alle Hand in Hand arbeiteten, um das Naturschutzgebiet zu sichern. Eine zusätzliche Ölsperre wurde vor dem Kraftwerk Finsing errichtet, um eine Ausbreitung auf benachbarte Landkreise zu verhindern.
Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung auf das EU-Vogelschutzgebiet, das jährlich bis zu 100.000 Wasservögel anzieht, verhindert werden. Dieser Ort ist nicht nur ein Rückzugsort für viele Vogelarten, sondern auch ein bedeutendes Mauser- und Überwinterungsgebiet in Europa. Drohnen wurden verwendet, um die Wasserwege auf weitere Ölfilme zu kontrollieren. Glücklicherweise wurden keine weiteren Verschmutzungen festgestellt.
Ursache und Ermittlungen
Die Polizei hat mittlerweile mit den Ermittlungen zur Schadensursache und -höhe begonnen. Dabei konnten sie bereits Öl-Behälter zwischen der Autobahn 99 und der Bundesstraße 471 im Kanal entdecken, einige davon waren ausgelaufen. Die genauen Umstände, wie es zu dieser Situation kam, sind derzeit noch unklar. Die Kreisbranddirektion konnte hierzu noch keine Aussagen treffen, aber die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zeigen, wie wichtig es ist, schnell zu handeln.
Die Ölsperren bleiben für drei Tage im Wasser und werden dreimal täglich kontrolliert. Diese präventiven Schritte sind entscheidend, um die empfindlichen Ökosysteme rund um den Ismaninger Speichersee zu schützen. Der Einsatz hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in solchen Notfällen ist.
Insgesamt war der Einsatz eine beachtliche Demonstration von Effizienz und Teamarbeit. Die Feuerwehr und alle Beteiligten haben rechtzeitig gehandelt, um das Naturschutzgebiet vor einer potenziellen Katastrophe zu bewahren. Man kann nur hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können. Die Natur und ihre Bewohner sind auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen.