Zeitgenössischer Zirkus in München: Karin Paulsburg und Julia Ladner bringen frischen Wind in die Kunstszene
Heute, am 10. Juli 2026, richtet sich unser Blick nach München, wo zwei kreative Köpfe, Karin Paulsburg und Julia Ladner, das Licht der zeitgenössischen Zirkuskunst neu entzünden. In ihrem Studio für Tanz und Artistik haben sie ein spannendes Konzept für erwachsene Anfänger am Vertikaltuch entwickelt. Damit wollen sie nicht nur den Zirkus in München voranbringen, sondern auch eine neue Art von Zirkuskunst präsentieren, die ganz ohne Zelte, Tiere und Glitzerkostüme auskommt.
Beide Künstlerinnen, 30 und 31 Jahre alt, haben an der renommierten Iwanson International in zeitgenössischem Tanz ausgebildet. Ihre Erfahrungen in der Artistik haben sie in der Grafinger Gruppe „Movimento“ gesammelt. Der Fokus in ihrem Studio liegt auf Bewegungskünsten, Akrobatik, Tanz und Jonglage. Ihre erste Show „Reflection“ behandelt verschiedene Facetten der Spiegelung – physikalisch, philosophisch und emotional. Es wird beschrieben, dass die Show ästhetisch und nicht elitär ist, was sie für ein breites Publikum zugänglich macht.
Ein Ort für Träume
Karin und Julia haben sich vor 20 Jahren am Gymnasium Grafing kennengelernt und träumten schon damals von einem eigenen Studio. Nach einigen Umwegen über Hamburg und Berlin haben sie während der Pandemie ein ehemaliges Autohaus in Pasing gefunden, das sie in ihr kreatives Reich verwandeln konnten. Mit einem soliden Exposé und einem Businessplan haben sie die Bank überzeugt und das Studio entsprechend eingerichtet. Heute unterrichten rund 30 Trainer dort und wöchentlich zieht das Studio etwa 400 Kinder an. Das Angebot reicht von Anfängerkursen bis hin zu fortgeschrittenen Disziplinen.
Der zeitgenössische Zirkus sieht sich in Deutschland, insbesondere in München, mit Herausforderungen konfrontiert. Platzmangel und fehlende Sichtbarkeit sind ständige Begleiter. Doch Werner Buss, eine Legende der Varieté-Branche, unterstützt das „Zirkus-Lab“, das jungen Künstlern eine Plattform bieten soll. Es ist ein aufregender Zeitpunkt für den zeitgenössischen Zirkus, denn die erste Produktion „Reflection“ wurde in elf ausverkauften Shows gefeiert, und eine zweite Show ist bereits für den kommenden Herbst in Planung.
Die nächste Aufführung
Am 18. Juli wird „Reflection“ im Alten Speicher Ebersberg aufgeführt, und der Beginn ist für 19:30 Uhr angesetzt. Ein Anlass, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Die Möglichkeit, solch innovative und kreative Kunst live zu erleben, ist einfach zu spannend. Das Publikum darf sich auf ein Erlebnis freuen, das nicht nur die körperlichen Fähigkeiten der Künstlerinnen zeigt, sondern auch tiefere, emotionale und philosophische Fragen aufwirft.
Es ist faszinierend zu sehen, wie sich der zeitgenössische Zirkus in Deutschland entwickelt und welche Rolle Künstlerinnen wie Karin Paulsburg und Julia Ladner dabei spielen. Ihre Vision, eine abseits der traditionellen Zirkusstrukturen stehende Kunst zu präsentieren, könnte der Schlüssel sein, um dem Zirkus in der Öffentlichkeit wieder mehr Raum zu geben. Man darf gespannt sein, wie sich die Szene in den kommenden Jahren weiter entfaltet.
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