In der kleinen, aber feinen Stadt Dorfen, die ja mit ihren malerischen Straßen und dem bunten Treiben viel Charme versprüht, gibt es derzeit eine spannende Entwicklung, die die Gemüter erregt. Die Deutsche Bahn hat die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Strecke im Abschnitt Dorfen abgeschlossen. Diese Entscheidung wirft einige Fragen auf, besonders unter den Anwohnern und den Stadtvätern. Die Stadt hat bis zum 15. Mai die Möglichkeit, Einwendungen gegen die Pläne einzureichen, wobei es wichtig ist, dass diese rechtzeitig kommen, sonst bleiben sie unberücksichtigt. So steht es in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Ein wenig Aufregung gab es bereits im Stadtrat. Dort wurden zahlreiche Bedenken laut, darunter die Erschließung großer Baugebiete und die „monströsen“ Brückenbauwerke, die im Rahmen des Ausbaus geplant sind. Obendrein gibt es mutmaßlich fehlerhafte Berechnungen bei den Lärmschutzpegeln. Der Stadtrat sieht auch mögliche Eingriffe in die kommunale Planungshoheit, was viele Bürger mit Sorge erfüllt. Grundsätzlich unterstützt die Stadt jedoch den zweigleisigen Ausbau, einschließlich der Elektrifizierung der Ausbaustrecke 38 (ABS 38). Der Bauamtsleiter Franz Wandinger und die Stadtplanerin Martina Schneider kritisierten das umfangreiche Verfahren, das sage und schreibe 3.400 Seiten für gerade einmal sieben Kilometer umfasst.

Ein urbanes Baugebiet und die Herausforderungen

Ein wichtiger Punkt, der im Zusammenhang mit den Bahnplänen zur Sprache kommt, ist die Planung eines urbanen Baugebiets auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Meindl. Hier könnte Wohnraum für über 1.400 Menschen entstehen. Doch die Bahnlinie könnte dieses neue Gebiet vom Stadtzentrum abtrennen. Eine leistungsfähige Anbindung an die Innenstadt ist nicht vorgesehen, die geplante Erschließung soll lediglich als sechs Meter breiter „Rettungsweg“ realisiert werden – das klingt nicht gerade einladend, oder? Zudem fehlt eine zusätzliche Querung, sei es in Form einer Personenunterführung oder einer Überführung. Auch der Lärmschutz ist ein heißes Eisen, denn aktuell gibt es noch keinen Satzungsbeschluss für das Wohngebiet.

Besonders kritisch wird das bis zu acht Meter hohe Brückenbauwerk im Ortsteil Wasentegernbach betrachtet. Die Gleise sollen dort nur um 80 Zentimeter abgesenkt werden, was aufgrund der Hochwassergefahr notwendig ist. Viele Bürger befürchten, dass dieses Bauwerk das Ortsbild erheblich beeinträchtigen könnte und es könnte zudem Fragen der Barrierefreiheit aufwerfen. Die Fußgängerverbindung hätte eine Steigung von zwölf Prozent – das ist definitiv nicht barrierefrei! Die Stadt fordert eine Tieferlegung der Gleise, auch wenn das Hochwasserschutz erfordert.

Die Zeit drängt: Einwendungen und Fristen

Ein weiterer Teil der Diskussion betrifft das geplante 900 Meter lange Überführungsbauwerk in Rutzmoos, das als enormer Flächenverbrauch angesehen wird. Und da sind noch die Zweifel an den Lärmschutzberechnungen der Bahn, die von der Stadt für nicht nachvollziehbar gehalten werden. Die Stadt hat sogar eine eigene Überprüfung in Auftrag gegeben, und die ersten Ergebnisse zeigen lokale Pegelbewertungen von drei bis fünf dB(A). Die Einwendungen gegen den Plan können bis 15. Mai 2026 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden. Das Eisenbahn-Bundesamt wird die Unterlagen vom 16. März bis 15. April 2026 zur Einsicht veröffentlichen – allerdings nur digital. Der erste Bürgermeister Heinz Grundner hat den Ausdruck der Unterlagen bereits angeordnet, die ab dem 23. März 2026 im Rathaus Dorfen zur Einsicht bereitstehen sollen. Für die Unterlagensichtung können Bürger sogar einen Termin vereinbaren, was doch eine nette Geste ist.

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Am 16. März 2026 haben Heinz Grundner und Franz Wandinger das Eisenbahn-Bundesamt in München besucht, um einen Überblick über die vorgesehenen Maßnahmen zu erhalten und offene Punkte zu klären. Die Stadt Dorfen empfiehlt ihren Bürgern, die Unterlagen sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls Stellungnahmen abzugeben. Eine spannende Zeit steht also bevor, in der die Bürger aktiv mitgestalten können!

Die Herausforderungen und Chancen, die mit dem Ausbau der Bahnstrecke einhergehen, stehen nicht nur für Dorfen auf der Tagesordnung. Auch im größeren Kontext der Infrastrukturentwicklung in Deutschland sind solche Projekte von großer Bedeutung. Informationen zu den allgemeinen Rahmenbedingungen finden sich unter bundestag.de.