Heute ist der 28.05.2026 und in Erding, einer Stadt, die durch ihr traditionsreiches Frühlingsfest bekannt wurde, gibt es traurige Neuigkeiten. Der Veranstalter Tobias Martl hat offiziell bestätigt, dass das Frühlingsfest nicht mehr stattfinden wird. Dies ist ein herber Rückschlag für die Stadt und die zahlreichen Besucher, die sich stets auf die bunten Stände, köstlichen Leckereien und aufregenden Fahrgeschäfte freuten. Die Entscheidung fiel aufgrund unzureichender Besucherzahlen und der damit verbundenen hohen Kosten. Vor Beginn der Veranstaltung beliefen sich die Ausgaben auf zwischen 60.000 und 80.000 Euro, und das allein, bevor der erste Besucher die Pforten durchschritt.

Ein einzelnes Fahrgeschäft, wie der Breakdancer, bringt bereits vor dem Betrieb Kosten von bis zu 20.000 Euro mit sich. Nach einem vielversprechenden ersten Wochenende sanken die Besucherzahlen jedoch dramatisch. Der Brauchtumsnachmittag, der im Vorjahr viele Gäste anzog, war in diesem Jahr nur schwach besucht. Martl, der zukunftsorientiert denkt, betont, dass trotz der hohen Qualität der Speisen und der Fahrgeschäfte die Besucher ausblieben. Das ist natürlich frustrierend, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Schausteller in einer angespannten finanziellen Lage stecken und viele von ihnen Verluste erlitten haben.

Das Ende einer Tradition

Das Frühlingsfest, das nun zum letzten Mal veranstaltet wurde, war nicht nur ein Ort für Spaß und Spiel, sondern auch eine kulturelle Tradition, die ein vielfältiges Angebot an süßen und herzhaften Speisen bot. Die Öffnungszeiten waren von Montag bis Freitag von 14 bis 23 Uhr und am Wochenende von 11 bis 23 Uhr. Es war ein Ort der Begegnung, an dem Familien und Freunde zusammenkamen – und das wird den Menschen in Erding sicher fehlen. Insbesondere die Pläne für einen Kinder- und Familientag, der für den 27.05.2025 mit ermäßigten Preisen angesetzt war, sind nun Makulatur.

Die hohen Kosten für Versicherungen, Strom und Personal flossen ebenfalls in die Entscheidung ein, das Fest zu beenden. Martl hatte während der Corona-Krise bereits ein hohes Risiko getragen, und die finanziellen Rahmenbedingungen ließen sich einfach nicht mehr rechtfertigen. Trotz dieser Herausforderung bleibt er optimistisch und plant, beim Altstadtfest in Erding mit einem Schokofrüchtestand präsent zu sein. Außerdem wird er in den kommenden Wochen in Olching, Friedrichshafen und Ulm unterwegs sein, um den Schaustellern neue Wege aufzuzeigen.

Ein Blick in die Zukunft

Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Erding wird von Martl hervorgehoben, was Hoffnung auf neue Veranstaltungen und Möglichkeiten gibt, die Traditionen aufrechtzuerhalten. Auch die Stadt selbst bleibt mit anderen Veranstaltungen lebendig und bietet Facetten, die das kulturelle Leben bereichern. Man kann nur hoffen, dass diese Herausforderungen nicht das Ende der lebhaften Festtraditionen in der Region bedeuten.

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Für weitere Informationen über die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen viele Schausteller derzeit stehen, lohnt sich ein Blick in die Wirtschaftsstudie 2023 des Deutschen Schaustellerbundes. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird und ob es in Zukunft neue Formate geben wird, die die Herzen der Besucher wieder erobern können.