Heute ist der 22.05.2026 und in der idyllischen Region Erding gibt es besorgniserregende Nachrichten aus dem benachbarten Deutschland. In mehreren Landkreisen in Ostbayern wurde die Newcastle-Krankheit bei Geflügel nachgewiesen, was die Lage für die betroffenen Tierhalter und deren Bestände erheblich kompliziert. Ein neuer Ausbruch wurde im Landkreis Mühldorf am Inn festgestellt, aber auch im oberbayerischen Kreis Erding ist die Krankheit angekommen. Auf einem betroffenen Betrieb mussten rund 500 Tiere gekeult werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Um die Situation zu kontrollieren, wurde eine Schutzzone im Umkreis von drei Kilometern eingerichtet, ergänzt durch eine Überwachungszone von zehn Kilometern.

In letzter Zeit gab es mehrere Ausbrüche der Newcastle-Krankheit in der Region, was dazu führte, dass Zehntausende Tiere getötet werden mussten. Diese Krankheit, die für Menschen weitgehend harmlos ist, betrifft vor allem Hühner und Puten und wird auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet. Die bisher aufgetretenen ND-Viren wurden als Genotyp VII.1.1 charakterisiert, der vor allem in Osteuropa anzutreffen ist, insbesondere in Polen und Tschechien.

Vorsorgemaßnahmen und Herausforderungen

Für Geflügelhalter wird es nun dringend notwendig, die Pflichtimpfungen gegen die Newcastle-Krankheit in ihren Beständen zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Auch die Halter von Kleinstbeständen sind verpflichtet, die Impfungen zu kontrollieren. Es ist nicht nur eine bürokratische Aufgabe; die Biosicherheitsmaßnahmen sollten rigoros überprüft werden, um das Risiko eines Ein- und Austrags des Virus zu minimieren. Hierbei ist besondere Aufmerksamkeit auf die Kontrolle von Personenkontakten und den Austausch von Gegenständen zu legen. Wenn in ND-geimpften Herden unklare Todesfälle auftreten oder Leistungseinbrüche beobachtet werden, ist eine Laboruntersuchung auf Newcastle-Krankheit unumgänglich.

Die Lage ist angespannt. Die Newcastle-Krankheit, kombiniert mit der weiterhin in Deutschland auftretenden hochpathogenen aviären Influenza des Subtyps H5, stellt eine erhebliche Gefährdungslage für Geflügel- und andere Vogelhaltungen dar, einschließlich Zoos und Tierparks. Die Tierhalter stehen vor der Herausforderung, ihre Bestände zu schützen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Druck zu bewältigen, der mit solchen Seuchenausbrüchen einhergeht. Der Druck auf die Betriebe ist also enorm.

Die Geschehnisse in Ostbayern sind ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell sich Tierkrankheiten ausbreiten können und welche Auswirkungen dies auf die Landwirtschaft und die Tierhaltung hat. In solch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass die betroffenen Halter gut informiert sind und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre Bestände zu schützen. Weitere Entwicklungen in dieser Angelegenheit bleiben abzuwarten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Artikel auf n-tv sowie auf der Webseite des Friedrich-Loeffler-Instituts.