Umgestaltung des Schrannenplatzes in Erding als Antwort auf den Klimawandel
Heute ist der 10.07.2026 und die Stadt Erding rüstet sich für eine hitzige Zukunft. Der Chef der Erdinger Stadtentwicklung, Christian Famira-Parcsetich, hat kürzlich die Temperaturen am Schrannenplatz gemessen und dabei schockierende 41,8 Grad auf einer Sitzbank in der Sonne festgestellt. Solche extremen Temperaturen könnten die Nutzung der Innenstadt erheblich beeinträchtigen. Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, hat der Stadtrat von Erding bereits 2023 ein Konzept zur Umgestaltung der Innenstadt beschlossen. Der Fokus liegt hier auf Barrierefreiheit und Klimaanpassung.
Der erste Teil der Umgestaltungsmaßnahmen, der rund um den Friedrich-Fischer-Platz stattfand, ist bereits abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf ca. 1,6 Millionen Euro, und erfreulicherweise wurden 80 % davon gefördert. Nun steht der zweite Teil, die Umgestaltung des Schrannenplatzes, in den Startlöchern. Der Bauausschuss hat die entsprechenden Maßnahmen genehmigt. Es ist geplant, mindestens sieben neue Bäume zu pflanzen, Parkplätze abzubauen und eine Liefer- und Ladezone einzurichten. Auch der Fußgängerüberweg vom Schrannenplatz zur Schrannenhalle wird wiederhergestellt.
Trinkwasserbrunnen und der Ährenbrunnen
Ein weiteres Highlight der Umgestaltung sind mehrere geplante Trinkwasserbrunnen im Innenstadtbereich. Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, wie heiß es hier in den Sommermonaten wird. Der Ährenbrunnen, der 1998 von Karl Reidel geschaffen wurde und an die historische Funktion des Platzes als Umschlagplatz für Getreide erinnert, wird durch einen modernen Brunnen ersetzt. Ein wenig Wehmut schwingt dabei mit, aber die Notwendigkeit für zeitgemäße Lösungen ist unbestritten.
Der Umbau hat auch Auswirkungen auf den beliebten Christkindlmarkt: Der Christbaum wird zur Schrannenhalle verlegt, und die Kunsteisbahn wird nicht mehr angeboten. Das sorgt sicherlich für gemischte Gefühle bei den Marktbesuchern. Doch die Stadt plant, im denkmalgeschützten Gebäude der Schrannenhalle eine neue Touristinfo sowie ein Restaurant zu eröffnen, betrieben von Mario Pianka. Das klingt nach einer spannenden Bereicherung für die Innenstadt!
Ausblick auf die Zukunft
Die dritte Phase der Umgestaltungsmaßnahmen wird sich auf die Lange Zeile konzentrieren und ist für die Zeit nach dem Stadtjubiläum 2028 vorgesehen. Die Vorfreude auf die neuen Möglichkeiten, die sich aus diesen Veränderungen ergeben, ist groß. Es bleibt abzuwarten, wie die Erdinger und die zahlreichen Besucher die neuen Gegebenheiten annehmen werden, vor allem angesichts der extremen Temperaturen, die uns wahrscheinlich immer häufiger begegnen werden.
Insgesamt ist die Umgestaltung des Schrannenplatzes ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Stadt Erding zeigt, dass sie bereit ist, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und dabei gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern. Auch wenn die Veränderungen einige gewohnte Traditionen in Frage stellen, könnte dies letztlich zu einem angenehmeren und einladenderen Stadtbild führen.
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