Wie aufregend! Die Erlanger Bergkirchweih, das älteste Bierfest der Welt, startet in wenigen Stunden. Vom 21. Mai bis 1. Juni 2026 wird diese traditionsreiche Veranstaltung wieder Tausende von Besuchern anziehen. Und das Besondere? Erstmals trägt das Fest den Titel des Immateriellen Kulturerbes! Die Eröffnung erfolgt feierlich durch den neuen Oberbürgermeister Jörg Volleth (CSU) am 21. Mai. Da kann man nur hoffen, dass das Wetter mitspielt und die Stimmung heiter bleibt!
Die Vorfreude ist spürbar, denn die Bergkirchweih hat eine über 270-jährige Geschichte. Die Wurzeln dieser Tradition reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die tiefen Felsenkeller im Burgberg, in denen seit Ende des 17. Jahrhunderts Bier gelagert wird, sind über hundert Meter tief. Die Stadt Erlangen hat sich redlich bemüht, diese Tradition am Leben zu erhalten. Die Bewerbung um die Aufnahme ins Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wurde federführend durch den Verein Bergflair ERhalten e. V. initiiert. Unterstützt von der Stadt Erlangen, Beratern und den Kellerwirten, hat dieser Prozess einen großen Schritt in Richtung Anerkennung gemacht. Die Stadt sieht dies als große Auszeichnung und Bestätigung der kulturellen Bedeutung des Festes.
Bier und mehr: Ein Fest für alle Sinne
Die Bergkirchweih verspricht nicht nur eine Vielzahl an traditionellen Biersorten, sondern auch eine bunte Palette an kulinarischen Köstlichkeiten. Von herzhaft bis vegan – die Essensstände lassen wirklich keine Wünsche offen. Der Bierpreis bleibt stabil und liegt wie im Vorjahr zwischen 12,50 und 14,50 Euro pro Maß. Und wenn man bedenkt, dass hier die Region das Herzstück der Bierkultur ist, kann man nur darauf hoffen, dass die Qualität ebenso hoch bleibt!
Besonders spannend wird das neue Fahrgeschäft „Eyecatcher“, ein Riesenrad mit 42 Gondeln, das sich auf stolze 55 Meter erhebt. Für die Adrenalinsüchtigen gibt es den „Aeronaut“, der in schwindelerregende Höhen von 85 Metern schwebt. Das neue Fahrgeschäft „Predator“ wird die Besucher mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h auf den Kopf stellen – na, wer traut sich? Und nicht zu vergessen das nostalgische Familienkarussell „Venetian Crousel“, das in diesem Jahr erstmals dabei ist.
Ein neuer Titel, viele neue Möglichkeiten
Mit der Aufnahme ins Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird die Bergkirchweih nicht nur zum Aushängeschild Erlangens, sondern auch überregional sichtbar. Das Fest wird als gelebte Tradition beschrieben, die Generationen verbindet. Die Stadt plant, diese Auszeichnung gezielt für Werbung zu nutzen und die überregionale Sichtbarkeit zu stärken. Die offizielle Anerkennung macht die Verbindung zur Bierkultur und den historischen Kellerhäuschen noch greifbarer.
Die Bergkirchweih wird als das älteste durchgehend dokumentierte und in seiner Tradition bewahrte Bierfest bezeichnet. Das ist schon eine stolze Leistung, insbesondere, wenn man bedenkt, dass es nachweislich 55 Jahre älter ist als das Oktoberfest! Die Besucher dürfen sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen: Zwölf Festtage voller Musik, Bier und traditioneller Fahrgeschäfte, ein Berggottesdienst und sogar ein Bierbegräbnis. Auch eine Bergkönigin oder ein Bergkönig wird in diesem Jahr erstmals gekrönt – die Bewerbungsfrist endet am 26. Mai.
Ja, die Vorfreude ist groß, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Bergkirchweih 2026 verspricht ein Fest der Sinne zu werden. Man darf gespannt sein, was die kommenden Tage bringen.