Siemens Campus in Erlangen: Ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung
Heute ist der 18.07.2026, und während wir hier in Österreich vielleicht mit dem Blick auf die Alpen beschäftigt sind, eröffnet sich in Erlangen, Deutschland, ein ganz neues Kapitel der Stadtentwicklung. Der Siemens Campus, ein Großprojekt, das mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch nahm, hat nun seine Tore geöffnet. Nach über zehn Jahren Planungs- und Bauzeit ist dieser Campus im Großraum Nürnberg endlich Realität geworden. Rund eine Milliarde Euro wurden seit 2014 investiert, um aus einem ehemaligen Forschungsstandort ein offenes, nachhaltiges Stadtquartier zu schaffen.
Auf dem Campus arbeiten etwa 16.000 Menschen für Siemens. Das ist schon eine beeindruckende Zahl! Die Vision von Veronika Bienert, Finanzvorständin der Siemens AG, wird hier deutlich: Ein Ort, der nicht nur für die Beschäftigten von Siemens gedacht ist, sondern auch für die Bürger der Stadt. Restaurants und Geschäfte sollen den Campus zu einem lebendigen Treffpunkt machen. Ganz im Sinne von Gemeinschaft und Austausch.
Innovationen für die Zukunft
Was den Campus besonders macht, sind die umweltfreundlichen Initiativen. Regenerative Energien, Dachbegrünungen, Regenwassernutzung und intelligente Gebäudetechnik sorgen für einen nahezu CO2-neutralen Betrieb. Es wurden insgesamt 18 Neubauten errichtet, darunter ein Empfangs- und ein Laborgebäude. Alle operativen Geschäfte von Siemens sind hier vertreten – von Forschung über Kundenbetreuung bis hin zur Ausbildung. Ein Ort, der die Zukunft nicht nur plant, sondern aktiv gestaltet.
Doch damit nicht genug! Siemens hat kürzlich den Bau des Siemens Technology Campus in Erlangen angekündigt, mit weiteren Investitionen von rund 500 Millionen Euro. Dieses neue Areal wird als weltweites Forschungs- und Entwicklungszentrum für das industrielle Metaverse ausgebaut. Wahnsinn, oder? Das Gelände umfasst stolze 200.000 Quadratmeter und wird nach einem Null-Emissionen-Standortkonzept gestaltet. Hier wird die innovative Energieinfrastruktur in Partnerschaft mit der Stadt Erlangen entwickelt, um die grüne Energieversorgung voranzutreiben.
Klimaneutraler Rückbau
Ein weiteres spannendes Detail ist der klimaneutrale Rückbau bestehender Gebäude mit vollelektrischen Baumaschinen von Volvo. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern setzt auch Maßstäbe für die Bauwirtschaft der Zukunft. Metzner Recycling ist dabei, um eine hohe Recyclingquote der Baumaterialien zu gewährleisten. Rund 12.800 Tonnen mineralisches Recycling-Material werden gewonnen und vor Ort wiederverwendet, mit einer beeindruckenden Wiederverwertungsquote von etwa 96 Prozent. Das klingt nach einer echten Win-win-Situation!
Der gesamte Rückbauprozess wird von Partnern wie Husqvarna Construction und den Erlanger Stadtwerken unterstützt. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren und Ressourcen effizient zu nutzen. Auf diese Weise wird der Campus nicht nur ein Ort der Arbeit, sondern auch ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung.
Die Entwicklungen in Erlangen sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Städte der Zukunft aussehen könnten. Ein Ort, der nicht nur für seine Bewohner, sondern auch für die Umwelt und die Gesellschaft gedacht ist. Es bleibt spannend, wie sich dieser innovative Campus in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird und welche Impulse er für andere Städte geben kann. So viel steht fest: In Erlangen tut sich etwas Großes, und wir dürfen gespannt sein, wie diese Visionen Gestalt annehmen werden.
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