Das DFB-Pokalfinale 2026 brachte gestern im Berliner Olympiastadion ein spannendes Duell zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart. Am Ende konnte der FC Bayern mit einem klaren 3:0-Sieg den Pokal in die Höhe stemmen und sich damit das Double sichern. Ein beeindruckender Harry Kane war der Hauptdarsteller des Abends, indem er alle drei Tore erzielte und somit seinen Finalfluch endgültig ablegte. Nach einer eher schwachen ersten Halbzeit, in der die Stuttgarter deutlich aggressiver und dominanter auftraten, zeigte Bayern in der zweiten Hälfte seine wahre Stärke.
In den ersten 54 Minuten des Spiels war der VfB Stuttgart, unter Trainer Sebastian Hoeneß, die bessere Mannschaft. Sie störten den Spielaufbau der Bayern und setzten sie unter Druck. Doch dann kam die 55. Minute – und die Wende. Kane traf nach einer präzisen Flanke von Michael Olise. Dies war der Startschuss für die Bayern, die sich nach dem ersten Tor merklich steigerten. Ein fünfminütiger Unterbruch aufgrund von Fanprotesten, ausgelöst durch Pyrotechnik, konnte den Schwung nicht stoppen. Joshua Kimmich, der Kapitän des Bayern-Teams, äußerte später, dass die zweite Halbzeit deutlich besser war.
Ein denkwürdiger Abend für Bayern
Das zweite Tor fiel in der 80. Minute. Kane, der zuvor die Latte getroffen hatte, ließ sich nicht beirren und erzielte das 2:0. Der VfB Stuttgart hatte nach dem ersten Gegentor Schwierigkeiten, zurückzukommen und konnte nicht entscheidend reagieren. Schließlich verwandelte Kane in der 90. Minute einen Handelfmeter zum 3:0, nachdem Angelo Stiller das Handspiel begangen hatte. Die Fans beider Teams protestierten während des Spiels gegen den Deutschen Fußballbund (DFB) und machten ihren Unmut mit Transparenten und weiteren Pyrotechnik-Aktionen Luft.
Mit diesem Triumph sichert sich der FC Bayern München den 21. DFB-Pokal-Titel in seiner Vereinsgeschichte. Es war der erste Pokalsieg seit 2020, nachdem die Bayern in den letzten fünf Spielzeiten nicht im Finale standen. Der Verein hat in dieser Saison nicht nur die Bundesliga dominiert, sondern auch einen Rekord von 122 Toren erzielt. Trotz des Pokalsiegs bleibt die Erinnerung an das Ausscheiden im Champions-League-Halbfinale gegen Paris St. Germain schmerzlich.
Ein Blick in die Geschichte des DFB-Pokals
Der DFB-Pokal hat eine lange und bewegte Geschichte. Er wurde 1935 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem der wichtigsten Wettbewerbe im deutschen Fußball entwickelt. Ursprünglich als Tschammerpokal bekannt, wurde er nach dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten benannt. Die erste Austragung fand 1935 statt, und die ersten Endspiele wurden bereits von über 4.000 Mannschaften bestritten.
Über die Jahre haben sich zahlreiche Geschichten und Überraschungen ereignet. Von berühmten „Favoritenschrecks“ bis hin zu den großen Siegen der etablierten Klubs. Der DFB-Pokal bietet Amateurmannschaften die Gelegenheit, gegen die Giganten des Fußballs anzutreten. Der FC Bayern München ist mit seinen 21 Pokalsiegen der erfolgreichste Verein in diesem Wettbewerb. Die häufigsten Finalpaarungen sind zwischen den Bayern und Borussia Dortmund, was die Rivalität zwischen diesen beiden Teams verdeutlicht.
Insgesamt bleibt der DFB-Pokal ein Wettbewerb, der für viele Emotionen steht. Er vereint Tradition mit Spannung und bietet immer wieder neue Geschichten. Für die Bayern war es gestern nicht nur ein Sieg, sondern auch ein Schritt zurück zu alter Stärke – und für die Fans ein unvergesslicher Abend.
Für weitere Details über den DFB-Pokal und seine Geschichte können Sie die Wikipedia-Seite zum Thema besuchen.
Mehr Informationen über das Finale finden Sie auch im Tagesspiegel und in der Rheinpfalz.
