Am Mittwoch, dem 22. April 2026, fand am Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz der alljährliche Hebammenkongress statt – ein Event, das in der Region fest etabliert ist. Rund 60 Hebammen aus Forchheim und der Umgebung versammelten sich, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Geburtshilfe auszutauschen. Der Kongress war nicht nur ein Ort des Wissens, sondern auch eine Gelegenheit für persönliche Begegnungen und Gespräche über die Herausforderungen, die das Hebammenwesen mit sich bringt.

Ein zentrales Thema in diesem Jahr war die Telemedizin, speziell die TeleNeonatologie. Oberarzt Dr. Benedikt Steif stellte die Vorteile dieser innovativen Technologie vor, die seit dem 1. April 2026 im Klinikum Forchheim installiert ist. Dr. Stefan Weingärtler, ein Chefarzt in Bayern, erklärte, wie sich das Neonatologie-Team aus Erlangen in Krisensituationen live zuschalten kann, um die Erstversorgung von Neugeborenen zu unterstützen. Das ist doch ein echter Fortschritt, oder? So wird den frischgebackenen Eltern eine schnellere und kompetentere Hilfe geboten.

Emotionale Unterstützung im Fokus

Ein weiterer spannender Vortrag kam von Martina Steck, die sich mit der „Angst vor der Geburt“ und der Bedeutung emotionaler Betreuung auseinandersetzte. Im babyfreundlichen Klinikum Forchheim wird die Erfahrung von Sicherheit und Unterstützung großgeschrieben. Hebammen und Geburtshelfer spielen hier eine Schlüsselrolle, indem sie Frauen während der Geburt begleiten und kommunizieren. Ganz ehrlich, das ist ein wichtiger Aspekt, der oft zu kurz kommt – die emotionale Unterstützung kann einen riesigen Unterschied machen.

Ein weiteres Highlight war der Beitrag von Oberärztin Charlotte Scherzinger, die über das Thema Zungenband referierte. Dieses Thema ist für die Stillbeziehung und die frühkindliche Entwicklung von großer Relevanz. Es war faszinierend zu sehen, wie viele Aspekte der Geburtshilfe auf diesem Kongress angesprochen wurden. Die Teilnehmer waren begeistert von der offenen, kollegialen Atmosphäre und schätzten das Catering und die Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen. Der Kongress wurde als inspirierend und praxisnah beschrieben, und viele äußerten den Wunsch, im kommenden Jahr wieder teilzunehmen.

Vorzeitiger Blasensprung und verschiedene Geburtsverläufe

Ein weiteres Thema, das aktuell viel diskutiert wird, ist der Umgang mit einem vorzeitigen Blasensprung und dem Beginn von Wehen. Lisa Sanchez gab auf einem anderen Kongress Einblicke, wie Frauen und deren Begleiter:innen oft unter Stress stehen, wenn es um den selbstbestimmten Geburtsbeginn geht. Die Anforderungen des vegetativen Nervensystems für die Weheninitiation stehen häufig im Widerspruch zu standardisierten Zeitvorgaben. Das zeigt, wie individuell Geburtsprozesse verlaufen – fixe Zeitfenster greifen oft nicht tief genug in die komplexe physiologische und emotionale Dynamik ein.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In diesem Zusammenhang wurde auch besprochen, wie Hebammen Frauen unterstützen können, selbstbestimmt in die Geburt zu finden, während sie gleichzeitig Frühzeichen von Abweichungen erkennen. Das alles geschieht in einem Kontext, der Vertrauen in die individuellen Geburtsverläufe fördert. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Geburtshilfe weiterentwickelt, besonders wenn man bedenkt, dass der Kongress im Rahmen des Geburtshilfe-Förderprogrammes des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention unterstützt wurde.

Der Hebammenkongress in Forchheim war nicht nur ein Fachtreffen, sondern auch ein Ort des Miteinanders und des Austauschs. Das Klinikum Forchheim zeigt mit dieser Veranstaltung seinen Anspruch, die Qualität in der Geburtshilfe kontinuierlich weiterzuentwickeln. Eine tolle Initiative, die hoffentlich auch in Zukunft viele Hebammen und werdende Eltern inspirieren wird!

Weitere Informationen können auf der Website des Kongresses nachgelesen werden: Wiesentbote.