In Forchheim gibt es Neuigkeiten, die für den Straßenverkehr und die Verkehrssicherheit von Bedeutung sind. Die Stadt hat beschlossen, die Rechtsabbiegespur von der Adenauerallee in die Bügstraße dauerhaft zu sperren. Diese Maßnahme soll die Sicherheit an einer Kreuzung erhöhen, die als unfallauffällig galt. Laut der Unfalltypenkarte des Bayerischen Verkehrsministeriums war diese Kreuzung ein echter Unfallhäufungspunkt. Die hohe Zahl an Unfällen, viele davon mit Personenschäden, führte dazu, dass die Verkehrsbehörde und die Polizei nach alternativen Lösungen suchten.
Man könnte sagen, dass die Entscheidung ein wenig überraschend kommt, schließlich gab es im Jahr 2024 bereits Planungen für eine Ampelregelung, die jedoch im Stadtrat abgelehnt wurden. Ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit der Sperrung ist die östliche Weilersbacher Einfahrt auf die B 470, wo die Entfernung der Rechtsabbiegespur zu einem Rückgang der Unfälle führte. Zukünftig werden Rechtsabbieger aus der Adenauerallee in die Bügstraße aus der Geradeausspur abbiegen. Das bringt einige Vorteile mit sich: Radfahrer können abbiegende Fahrzeuge besser erkennen, Autofahrer den Radverkehr rechtzeitig wahrnehmen und die Sicht für Fahrzeuge aus der Bügstraße in Richtung Adenauerallee verbessert sich.
Verkehrssicherheit im Fokus
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Gefahr von Rechtsabbiegern, die von geradeausfahrenden Autos verdeckt werden, entfällt. Das macht das Linksabbiegen von der Brücke sicherer, da keine entgegenkommenden Fahrzeuge auf zwei Fahrspuren mehr vorhanden sind. Auch Busse und Lastwagen profitieren von einem größeren Abbiegeradius, da sie nicht mehr auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen. Zusätzlich wurde die Radverkehrsführung verbessert: Ab der Merianstraße sind neue Fahrradpiktogramme mit Richtungsangaben aufgebracht worden. Und die Bushaltestelle vor dem E-Center auf der Adenauerallee bleibt unverändert und wird weiterhin in voller Länge genutzt.
Doch was bedeutet das alles im Kontext der Verkehrssicherheit in Deutschland? Ein Blick in den Unfallverhütungsbericht des Bundesministeriums für Verkehr zeigt, dass die Regierung seit vielen Jahren daran arbeitet, die Straßen sicherer zu gestalten. Der jüngste Bericht, der am 13. November 2024 verabschiedet wurde, dokumentiert etwa 280 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Es ist durchaus ermutigend zu sehen, dass die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2024 um 9 % im Vergleich zu 2019 gesunken ist. Dennoch zeigt sich auch, dass seit 2011 eine Abschwächung des positiven Trends bei den Unfallzahlen festzustellen ist.
Die Herausforderungen sind also nach wie vor groß. Insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften ereignen sich die meisten Unfälle, wobei zwei Drittel der Getöteten zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Es ist klar, dass die „Vision Zero“ – kein Toter im Straßenverkehr – ein ehrgeiziges Ziel ist, das kontinuierlich verfolgt wird. Das Mobilitätsforum Bund wird ab 2024 eine Seminarreihe zur kommunalen Verkehrssicherheitsarbeit anbieten, und die nächste Nationale Verkehrssicherheitskonferenz ist für 2026 geplant. Das zeigt, dass man in Deutschland am Ball bleibt, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu verbessern.