Heidi Kammler: Ein unvergesslicher Verlust für die Stadt Freising
Heute ist der 4.07.2026, und die Stadt Freising hat einen tiefen Verlust erlitten. Heidi Kammler, die langjährige Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Stadträtin, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Ihr Tod am 02.07.2026 hat eine große Lücke in der Gemeinschaft hinterlassen. Jochen Beer, Geschäftsführer der Awo, bezeichnete sie als das soziale Gewissen Freisings. Sie war bekannt für ihr offenes Ohr und ihr Engagement für die Schwächeren in der Stadt.
Kammler leitete die Freisinger Awo seit 2004 und hatte zuvor von 1990 bis 2020 als Mitglied des Stadtrats für die SPD gedient. Ihre Entscheidung, 2020 nicht mehr zur Wahl anzutreten, um Platz für Jüngere zu schaffen, zeigt ihren Weitblick und ihre Fürsorge für die Zukunft. Trotz ihres Rückzugs aus dem Stadtrat setzte sie ihr soziales Engagement fort. Sie half Menschen in Not bei der Wohnungssuche, Pflegefragen und Behördengängen, was ihr den Ruf als „soziale Stimme Freisings“ einbrachte, wie Alt-Oberbürgermeister Dieter Thalhammer es treffend formulierte.
Ein Leben für die Gemeinschaft
Die Erinnerungen an Kammler sind zahlreich. Ihr Sohn, Maximilian Kammler, erzählt von ihrer Hilfsbereitschaft und den vielen Menschen, die sie kannte. Ihre Karriere war geprägt von einem unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft. Als Arbeitnehmervertreterin bei der AOK, Richterin am Landesarbeitsgericht und Beisitzerin am Sozialgericht hat sie sich immer für die Belange der Arbeitnehmer eingesetzt. Beruflich war sie zuletzt in der Uni-Bibliothek in Weihenstephan tätig, bevor sie in den Ruhestand ging.
Kammlers Engagement kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie war 12 Jahre lang Grünlandreferentin und kümmerte sich um wichtige Themen wie Stadtgärtnerei, Stadtentwässerung und den Bauhof. Besonders am Herzen lagen ihr die Ortsteile Pulling und Achering, gerade nach dem Bau des Flughafens. Ihre Freunde und Weggefährten, wie Maria Hohlneicher-Kämmerling, beschreiben sie als wertvollen Menschen und große Managerin der AWO.
Ein großer Verlust für Freising
Der Verlust von Heidi Kammler wird von vielen in der Stadt betrauert. Andreas Mehltretter, der SPD-Kreisvorsitzende, bezeichnete sie als bewundernswertes Vorbild und Anwältin für Menschen mit geringem Einkommen. Ihr starker Charakter und ihre Hilfsbereitschaft wurden auch von Manuel Eser, dem Vorsitzenden von Menschen in Not, gewürdigt. Jochen Beer nannte sie sogar „die Seele der AWO“. Solche Worte zeigen, wie sehr sie geschätzt wurde und wie tief ihr Verlust sitzt.
Heidi Kammlers Lebenswerk bleibt in der Erinnerung der Menschen, und ihr unermüdlicher Einsatz für eine gerechte und soziale Stadt wird nicht vergessen. In Freising wird man noch lange von ihr erzählen, von ihrer Menschlichkeit und ihrem unerschütterlichen Engagement für die Schwächeren, die oft keine Stimme haben.
Weitere Informationen können Sie in einem ausführlichen Nachruf auf Süddeutsche.de und Merkur.de nachlesen.
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