Heute ist der 9.05.2026, und in Freising hat sich einiges getan. Die neue Oberbürgermeisterin Monika Schwind hat am 08. Mai 2026 ihre erste Sitzung im Stadtrat geleitet. Mit einem klaren, souveränen Auftreten führte sie durch die konstituierende Sitzung, die zwei Stunden dauerte und 14 Tagesordnungspunkte umfasste. Ein wichtiger Moment war die Vereidigung durch Eva Bönig, die den feierlichen Rahmen dieser ersten Sitzung prägte. Es war ein spannender Auftakt für Schwind, die erst kürzlich zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde, nachdem sie in der Stichwahl am 22. März 2026 60,8 % der Stimmen erhielt.

Doch nicht alles verlief ohne Schwierigkeiten. Bei der Sitzung stellte sich heraus, dass Stadträtin Susanne Günther von den Grünen ihr Mandat am 1. Mai niedergelegt hatte, was zur Abberufung und der nachträglichen Vereidigung ihres Nachfolgers Maximilian Breu führte. Ein etwas holpriger Start, der auch die Notwendigkeit einer kurzfristigen Anpassung der Geschäftsordnung verdeutlichte, denn die Fraktionen Freising für alle und ödp/Volt wollen künftig als gemeinsame Fraktion auftreten. Diese Änderungen wurden erst 26 Stunden vor der Sitzung bekannt gegeben, was Andreas Mehltretter von der SPD zu Bedenken veranlasste.

Neue Regelungen und Entschädigungen

Monika Schwind, die am 2. September 1974 in Freising geboren wurde und seit 1995 in der Stadt lebt, setzte während der Sitzung auch einige wichtige neue Regelungen durch. Ab sofort wird jede angefangene Stunde im Stadtrat mit 25 Euro vergütet. Zudem wurden die Pauschalbeträge für Selbstständige auf 60 Euro pro Stunde erhöht. Um die Teilnahme an Sitzungen zu erleichtern, wurde eine Entschädigung für Kinderbetreuung eingeführt, die einen praktischen Schritt für viele Ratsmitglieder darstellt, insbesondere für diejenigen mit familiären Verpflichtungen. Auch Studierende im Stadtrat profitieren von dieser Regelung. Ein weiteres Zeichen für die Sparsamkeit: Das Fraktionsgeld wurde um ein Drittel reduziert.

Schwind, die seit 2014 im Stadtrat sitzt und zuvor als Revisorin beim Freisinger Bankhaus Ludwig Sperrer tätig war, betonte die Wichtigkeit des zwischenmenschlichen Zusammenwirkens im Stadtrat. Eine Klausurtagung zur besseren Kennenlernung der Stadträte ist bereits in Vorbereitung – es wird spannend sein zu sehen, wie sich diese neuen Beziehungen entwickeln und wie die Stadträte zusammenarbeiten werden.

Ein Blick auf die neue Oberbürgermeisterin

Monika Schwind ist nicht nur eine engagierte Politikerin, sondern auch eine Familiefrau. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. Nach dem Abitur am Josef-Hofmiller-Gymnasium Freising begann sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau und stieg schließlich in die Politik ein. Ihre Wurzeln liegen in der Freisinger Mitte, einer Wählergemeinschaft, die sich von der CSU abspaltete, und sie hat sich seit 2011 aktiv für die Stadt eingesetzt. Mit ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin hat sie einen bedeutenden Schritt gemacht und wird zweifellos versuchen, die Geschicke der Stadt Freising im Sinne ihrer Bürger zu lenken.

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Die Herausforderungen sind groß, und es bleibt abzuwarten, wie die neue Oberbürgermeisterin die verschiedenen Anliegen der Stadt bewältigen wird. Eines ist sicher: Die Freisinger Bürgerinnen und Bürger haben mit Monika Schwind eine engagierte und erfahrene Persönlichkeit an der Spitze ihrer Stadt.