Heute ist der 7.07.2026 und in Fürstenfeldbruck tut sich etwas Spannendes! Das Frühlingswetter hat nicht nur die Blumen zum Blühen gebracht, sondern auch viele Amphibien auf Wanderschaft geschickt. Kröten, Frösche und Molche sind auf dem Weg zu ihren Laichgewässern, und das macht die ehrenamtlichen Helfer des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) ganz schön beschäftigt. So unterstützen über 40 Freiwillige an vier verschiedenen Zäunen in Mammendorf, Poigern, Wenigmünchen und Herrnzell die Tiere während ihrer Reise. In diesem Jahr wurden bereits über 4.100 Amphibien eingesammelt, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Besonders hervorzuheben ist der Rekord von mehr als 770 Berg- und Teichmolchen, die beide Arten sind unter Schutz gestellt.

Simon Weigl, der Geschäftsstellenleiter des LBV Fürstenfeldbruck, hat ein Auge auf die Entwicklungen geworfen und spekuliert über die möglichen Ursachen für den Zuwachs an Amphibien. Es ist nicht zu leugnen, dass die zerschnittene Landschaft, fortschreitende Versiegelung und der Mangel an Laichgewässern das Überleben dieser kleinen Wesen erschweren. Doch eine positive Wendung gab es: Die Sanierung eines Teiches in Poigern vor fünf Jahren hat zu einem Anstieg der Amphibienpopulation geführt. Hier wurden 340 Berg- und 337 Teichmolche sowie 544 Erdkröten gezählt – eine erfreuliche Nachricht!

Helfer in Aktion

Und nicht nur der LBV ist aktiv! Auch beim NABU (Naturschutzbund Deutschland) setzen sich viele Ehrenamtliche für den Amphibienschutz ein. Sie haben Schutzzäune aufgestellt, Kontrollgänge durchgeführt und Amphibien über die Straßen getragen. Katrin Sell vom NABU Aßlar berichtet von einem beeindruckenden Anstieg der geretteten Amphibien – von 5.000 im Vorjahr auf 7.150 in diesem Jahr. Das klingt nach einer Menge Arbeit und einem großen Engagement für die kleinen Geschöpfe!

Allerdings gibt es auch negative Nachrichten. Norbert Möller vom NABU Großenhausen zieht eine eher düstere Bilanz für die Frühlaicher. Die Wetterbedingungen waren ungünstig, was sicherlich einen Einfluss auf die Wanderbewegungen gehabt hat. In Niederbayern hingegen wurden mehr Erdkröten gezählt als im Vorjahr, was eine kleine Ermutigung darstellt. Doch leider gibt es auch Berichte über überfahrene Amphibien und fehlende Schutzzäune, die die Situation für die Tiere nicht gerade verbessern.

Schutzmaßnahmen und Herausforderungen

In Deutschland gibt es sogar ein Verkehrszeichen „Amphibienwanderung“, das die Autofahrer während der Hauptwanderzeit zur Vorsicht mahnt. Die Bedeutung des Amphibienschutzes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn viele Arten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Straßenverkehr, Verlust von Lebensräumen und intensive Landwirtschaft setzen den kleinen Tierchen zu. Daher ist es wichtig, dass die Schutzzäune regelmäßig kontrolliert werden, um die Tiere sicher über die Straßen zu bringen.

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Die Hauptwanderungszeit erstreckt sich über zwei bis drei Monate, mit einem Höhepunkt um den 21. März. An diesem Tag sind die Straßen oft voller krabbelnder Amphibien, die ihr Glück versuchen. Schutzeinrichtungen wie Krötentunnel werden eingesetzt, um das Überqueren der Straßen für die Amphibien sicherer zu machen. Viele Freiwillige bringen ihre Zeit und Energie ein, um den kleinen Wesen zu helfen, und das ist einfach nur bewundernswert!

Das Engagement für den Amphibienschutz ist ein wichtiges Puzzlestück im großen Bild des Naturschutzes. Es ist eine Herausforderung, die uns alle angeht – denn die kleinen Geschöpfe sind ein Teil unserer Natur, und ihr Überleben liegt in unseren Händen. Wer weiß, vielleicht sind wir auch in Zukunft noch gefragt, um die kleinen Kröten und Frösche auf ihrem Weg zu unterstützen. Wenn das nicht nach einer interessanten Aufgabe klingt! Wenn du Lust hast, dich ebenfalls zu engagieren, der LBV Fürstenfeldbruck sucht bereits Helfer für die Saison 2027 an den Amphibienschutzzäunen.

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