In Fürstenfeldbruck, wo die Sonne strahlend vom Himmel lacht und die Kinder oft in den Straßen spielen, gibt es momentan eine spannende Diskussion über geeignete Orte, an denen die Kleinen sich richtig austoben können. Die Auswahl ist ja nicht unbedingt groß: Straße, Spielplatz, eigener Garten oder die Sportanlagen der Schulen? Letztere könnten in den kommenden Sommerferien für alle geöffnet werden, was auf einstimmige Unterstützung vom Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport gestoßen ist. Ein wirklich vielversprechender Vorschlag, der die kleinen Energiebündel freuen dürfte! Mehr dazu hier.

Doch so einfach ist die Sache nicht. Die Kreisverwaltung hat Bedenken geäußert, die nicht von der Hand zu weisen sind. Die bestehenden Baugenehmigungen decken nur Schul- und Vereinssport ab. Immissionsschutzwerte und Nutzungszeiten könnten nicht gewährleistet werden, und die Sorge vor Vandalismus schwebt wie ein Schatten über den Sportflächen. Vor kurzem gab es sogar drei Strafanzeigen wegen Schäden am Schulzentrum in Fürstenfeldbruck! Das hat natürlich Folgen: Videoüberwachung wird zur Pflicht, um Vandalismus und Diebstahl an beiden Schulzentren zu reduzieren. Ein echter Dilemma, das da vorliegt!

Die Stimmen der Beteiligten

Die Grüne-Kreisrätin Angelika Simon-Kraus hat betont, dass die Jugendlichen durchaus wissen wollen, wie eine Öffnung realisiert werden könnte. Landrat Thomas Karmasin (CSU) hingegen verteidigt die Verwaltung, die die Risiken ausschließen möchte. Das klingt alles nach einem klassischen Fall von „zwischen den Stühlen sitzen“. Ein Pilotversuch in Fürstenfeldbruck zeigte jedenfalls, dass es bisher keine Beschwerden von Anwohnern gab, was schon einmal vielversprechend klingt.

Interessanterweise gab es sogar einen Vergleich mit der Landeshauptstadt München. Kreisrätin Bettina Betz (CSU) berichtete von Vorfällen, die aber nicht davon abhalten, ebenfalls eine probeweise Öffnung anzuregen. Im letzten Sommer hat die Stadt Fürstenfeldbruck die Sportflächen der Grund- und Mittelschule Nord außerhalb der Schulzeiten geöffnet, ohne dass es Beschwerden von Anwohnern gab. Ein positives Beispiel, das vielleicht als Vorbild dienen könnte! Die Sportfläche an der Schule Nord bleibt übrigens geöffnet, und die Ausweitung auf andere städtische Schulen wird derzeit geprüft.

Vandalismus und seine Folgen

Das Thema Vandalismus ist nicht nur ein lokales Problem. Es gibt Berichte aus anderen Regionen, die zeigen, dass auch dort Schulen unter ähnlichen Problemen leiden. In einem Dokument über Vandalismus im Schulzentrum in Emsbüren werden ähnliche Herausforderungen beschrieben. Hier werden nicht nur Schäden durch mutwillige Zerstörung erwähnt, sondern auch die damit verbundenen finanziellen Belastungen für die Gemeinden. Die Schulen sind oft gezwungen, zusätzliche Mittel für Reparaturen und Sicherheitsmaßnahmen bereitzustellen, was die ohnehin schon knappen Budgets weiter belastet.

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Die Notwendigkeit von Bewegungsräumen

Schließlich ist da noch die grundlegende Frage, wie wichtig Bewegungsräume für die Entwicklung unserer Kinder sind. Eine Broschüre der Zentralstelle für Normungsfragen und Wirtschaftlichkeit im Bildungswesen aus dem Jahr 1997 zeigt, dass Schulsportanlagen dringend modernisiert werden müssen. Die Sportbedürfnisse haben sich verändert, und der Sportunterricht sollte die körperliche Entwicklung fördern, damit Kinder nicht nur gesund bleiben, sondern auch Spaß an Bewegung haben. Laut den Fachleuten führt der Mangel an geeigneten Sporteinrichtungen dazu, dass viele Schüler wenig Interesse an körperlicher Betätigung entwickeln. Das kann nicht der Weg sein!

Die Vorschläge für Bewegungslandschaften sind vielfältig. Von kombinierbaren Elementen wie Balancierbalken bis hin zu multifunktionalen Kleinspielfeldern mit umweltfreundlichen Belägen – es gibt viele Möglichkeiten, die Kinder zu motivieren und ihre Bewegungsfreude zu fördern. Auch die Einbindung in die Schullandschaft sollte nicht außer Acht gelassen werden. Denn letztlich sind es unsere Kinder, die von diesen Veränderungen profitieren sollen!