In Fürstenfeldbruck tut sich was: An der Waldfriedhofstraße 1 entstehen derzeit zwölf geförderte Mietwohnungen, und das Projekt ist schon ziemlich weit fortgeschritten. Geplant und realisiert wird das Ganze im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms (KommWFP). Ab August 2026 können die neuen Mieter einziehen, und die Wohnungen stehen nicht nur für Familien zur Verfügung. Wer Interesse hat, sollte sich schnell bei der Stadt bewerben, denn die Nachfrage wird sicher groß sein.
Das Angebot ist vielfältig: Es gibt sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen mit etwa 57 m², drei Drei-Zimmer-Appartements, die rund 76,6 m² groß sind, und drei großzügige Vier-Zimmer-Wohnungen mit etwa 90 m². Alle Einheiten sind barrierefrei und bieten moderne Grundrisse sowie helle Räume. Ein gemeinschaftlich nutzbarer Dachgarten, Spielplätze für die kleinen Bewohner, Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind ebenfalls Teil des Projekts. Zudem entstehen im Untergeschoss Räume für die Friedhofsverwaltung und ein Bestattungsinstitut, und der Vorplatz zur angrenzenden Aussegnungshalle wird neu gestaltet – klingt nach einem durchdachten Konzept!
Wohnen für alle
Ein Punktesystem entscheidet über die Vergabe der Wohnungen, das vom Haupt- und Finanzausschuss beschlossen wurde. Hierbei sind 60 % der Wohnungen für Personen in Daseinsvorsorgeberufen reserviert, während 40 % an einkommensschwächere Haushalte gehen. Berücksichtigt werden auch Faktoren wie Wohnsitz oder Bezug zu Fürstenfeldbruck, Kinder im Haushalt, ehrenamtliches Engagement und besondere soziale oder familiäre Situationen. Bewerbungen sind bis zum 16. Juni 2026 möglich, entweder per Post oder E-Mail. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt.
Doch das ist nicht alles, was in der Region passiert. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) im Landkreis hat sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In den kommenden Jahren sollen fast 50 geförderte Wohnungen an verschiedenen Standorten entstehen. Dazu zählen 20 Wohnungen an der Lusstraße in Maisach, 19 Wohnungen an der Pfarrstraße in Olching und 10 Wohnungen am Volksfestplatz in Fürstenfeldbruck. Diese Projekte sind Teil einer umfassenden Initiative, die sich an Familien, junge Menschen, Senioren und Menschen mit dringendem Wohnraumbedarf richtet.
Nachhaltige Bauweise und soziale Verantwortung
Ein besonders spannendes Detail: In Olching wird zum ersten Mal ein Bauträger, die Vilgertshofer Bauträger GmbH, für die schlüsselfertige Errichtung der Mehrfamilienhäuser engagiert, die eine Gesamtwohnfläche von 1350 Quadratmetern bieten werden. Hier sind 19 barrierefreie Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sowie eine Tiefgarage geplant. Auch die Bauweise selbst ist nachhaltig, mit einem Energieeffizienzstandard von EH 55 – das bedeutet, dass hier umweltfreundliche Technologien zum Einsatz kommen.
Die WBG übernimmt die komplette Umsetzung der Projekte als Generalübernehmer, während die Stadt Fürstenfeldbruck die Eigentumsrechte an den Grundstücken behält. Das zeigt, wie wichtig den Verantwortlichen sozial verträgliche Mieten sind, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Personal zu gewinnen. Landrat Thomas Karmasin hat dies in mehreren Statements betont und verdeutlicht, dass diese Art von Wohnraumförderung für die Region von großer Bedeutung ist.
Sozialer Wohnungsbau im Fokus
Der soziale Wohnungsbau ist in Deutschland ein zentrales Thema. Der Bund unterstützt die Länder durch Finanzhilfen, um einkommensschwächeren Haushalten preiswerte Mietwohnungen zu bieten. Zielgruppen sind Familien mit Kindern, Alleinerziehende, ältere Menschen und viele andere. In den letzten Jahren hat sich der Bedarf an solchen Angeboten stark erhöht. Allein 2023 wurden fast 50.000 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau gefördert – ein Anstieg von 21 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Entwicklungen in Fürstenfeldbruck sind also Teil eines größeren Trends, der zeigt, dass immer mehr Gemeinden und Städte kreative Lösungen finden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das ist nicht nur ein Gewinn für die Mieter, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft. Man darf gespannt sein, wie sich die Projekte weiterentwickeln werden und welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben.
