Das letzte Saisonspiel von Fortuna Düsseldorf wird in die Geschichtsbücher eingehen – allerdings nicht als ein Grund zur Freude. Am 17. Mai 2026 musste sich das Team im Sportpark Ronhof der SpVgg Greuther Fürth mit 0:3 geschlagen geben und stieg damit direkt in die Dritte Liga ab. Vor dem Anpfiff waren rund 4000 leidenschaftliche Fans und das gesamte Team angereist, um das Schicksal des Vereins zu besiegeln. Doch die Hoffnung, dass die Mannschaft die Wende herbeiführen könnte, erfüllte sich nicht.
Die erste Halbzeit verlief katastrophal für die Düsseldorfer. Bereits nach zwei Minuten fiel das erste Gegentor durch Elias Egouli, der zu spät gegen Felix Klaus kam. Es war der Auftakt zu einem Drama, das sich im Laufe des Spiels nur noch verschlimmerte. Ein weiteres Eigentor von Egouli ließ die Stimmung weiter sinken und Fortuna, die in der Offensive stark geschwächt war, zeigte wenig bis gar keine Gefahr. Trainer Alexander Ende, der eine Defensivtaktik gewählt hatte, die in der Vergangenheit gegen Elversberg erfolgreich war, sah seine Pläne im ersten Durchgang scheitern. Spieler wie Marin Ljubicic und Shinta Appelkamp fanden nicht ins Spiel, und die Abwehr war anfällig.
Ein bitteres Ende
Die zweite Halbzeit brachte keine Besserung. Alexander Ende wechselte dreimal, darunter Christian Rasmussen, der die beste Chance für Fortuna hatte, doch sein Schuss ging über die Latte. Ein Handspiel von Christopher Lenz im Strafraum blieb unbestraft, da der Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsposition keinen Elfmeter gab. Kurz darauf fiel das 0:3 durch einen Kopfball von Noel Futkeu, nachdem Klaus eine präzise Flanke geschlagen hatte. Zur Halbzeit stand Fortuna bereits auf einem direkten Abstiegsplatz, da Arminia Bielefeld ihre Partie gegen Hertha BSC gedreht hatte und damit Düsseldorfs Abstieg besiegelte.
Um das Ausmaß der Misere zu verdeutlichen: Ein Sieg hätte den Klassenerhalt gesichert, ein Unentschieden hätte ebenfalls gereicht. Doch Fortuna beendete die Saison mit einer Tordifferenz von -20, während die Konkurrenz deutlich besser dastand. Vorstandschef Alexander Jobst forderte eine klare Analyse der Saison und erklärte, dass der Abstieg gerechtfertigt sei. Florian Kastenmeier, der Torwart des Teams, äußerte Unverständnis über die Leistung in Fürth und betonte, dass die Mannschaft eine gute Ausgangsposition hatte.
Erfahrungen aus der Vergangenheit
Es ist nicht das erste Mal, dass Fortuna Düsseldorf in der Dritten Liga spielen muss. Bereits in der Saison 2008/09 sammelte das Team Erfahrungen in dieser Liga. Das kommende Jahr verspricht Nachbarschaftsduelle gegen Teams wie Fortuna Köln, MSV Duisburg und Viktoria Köln – und möglicherweise sogar Rot-Weiss Essen. Für die 4000 bis 5000 treuen Fans, die in Fürth anwesend waren, war es ein emotionales Erlebnis, das in der Enttäuschung endete. Das offizielle Gästekontingent umfasste 2.282 Tickets, die schnell ausverkauft waren. Die Stadtverwaltung von Düsseldorf hatte sich noch erfreut über den Sieg gegen Elversberg gezeigt, der jedoch letztlich nichts mehr bewirken konnte.
Inmitten dieser schwierigen Zeiten gibt es jedoch auch Lichtblicke. Spieler wie Noah Egouli und Levi Mentzel erhielten Profiverträge bis 2029, was Hoffnung für die Zukunft bedeutet. Trotz des Abstiegs betonen viele, dass sie aus dieser Erfahrung lernen werden. Aber die bittere Realität bleibt: Fortuna Düsseldorf ist in die Dritte Liga abgestiegen, und die nächsten Schritte müssen gut überlegt werden.