In Fürth wird ein wichtiger gesellschaftlicher Dialog über Sterben und Trauerbegleitung geführt. Martin Rassau, der seit 2022 als Hospizbotschafter aktiv ist, leitet diese Gespräche. Dabei stehen Themen wie gesellschaftliche Verantwortung, Mitmenschlichkeit und ein würdevolles Leben im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit und die Anmeldelisten sind voll. Der nächste Termin findet am 10. Mai um 11 Uhr statt, wenn Sigrid Forster über ihren Alltag als Hospiz- und Trauerbegleiterin spricht. Weitere Veranstaltungen sind für den 27. September mit Carina Rabe vom Sozialpsychiatrischen Dienst und den 15. November mit Prof. Dr. med. Andreas Blana, Chefarzt für Urologie, geplant. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei, Spenden für die Hospizarbeit sind jedoch herzlich willkommen. Interessierte sollten sich bis zum 6. Mai anmelden, entweder per E-Mail unter buero@hospizverein-fuerth.de oder telefonisch unter (0911) 97905460. Die Veranstaltungen finden in der Gustav-Weißkopf-Straße 9 (Golfpark) statt. Weitere Informationen finden Sie in einem Artikel auf nn.de.
Die Bedeutung von Trauerbegleitung
Trauer ist ein natürlicher Teil des Lebens und spielt eine zentrale Rolle in der Hospizarbeit. Die Hospizbewegung setzt sich dafür ein, die Tabus rund um die Trauerwahrnehmung abzubauen. In einer Welt, die von Schnelllebigkeit geprägt ist, wird oft vergessen, dass Trauer Zeit benötigt. Die Hospizarbeit fordert daher, den Menschen Zeit für ihre Trauer zu schenken und die Trauerkultur in der Gesellschaft zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Um die Qualität der Trauerangebote zu sichern, wird auch an der Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen Begleitern gearbeitet. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hat ein Rahmenkonzept für die Qualifizierung zur Trauerbegleitung und -beratung entwickelt. Ziel ist es, qualifizierte Begleitung und Beratung für Sterbende, deren Angehörige und trauernde Hinterbliebene anzubieten und die Tabuisierung der Trauer entgegenzuwirken. Ein wichtiges Dokument in diesem Kontext ist die aktualisierte Handreichung „Trauer und Trauerbegleitung“, die Leitgedanken und Qualifikationsstandards für Trauerbegleiter in der Hospiz- und Palliativarbeit enthält. Dies sind entscheidende Schritte zur Stärkung der Trauerkultur in unserer Gesellschaft. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des DHPV unter dhpv.de.