Die Klammstraße in Garmisch-Partenkirchen steht derzeit im Fokus der lokalen Händler und Anwohner. Seit mehr als sieben Monaten ist die Feneberg-Filiale in der Klammstraße geschlossen, und die 1800 Quadratmeter große Ladenfläche steht leer. Die Auswirkungen sind spürbar: Einheimische und Urlauber vermissen die Einkaufsmöglichkeit, was zu einem Rückgang der Besucher in der Klammstraße führt. Die Lage, die einst von regem Treiben geprägt war, wird von vielen als „Parkstraße“ bezeichnet, denn viele Menschen kommen nur, um ihr Auto abzustellen und nicht, um einzukaufen.
Die umliegenden Geschäfte leiden unter dem Rückgang der Kundenfrequenz. Gabi Hoffmann von der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum beschreibt die Situation treffend. „Die Klammstraße ist fast ausgestorben“, berichtet sie, und das nicht ohne einen Hauch von Sorge. Besonders am Nachmittag ist die Nachfrage nach Produkten, wie frischem Brot, stark zurückgegangen. Händler wünschen sich einen neuen Nahversorger oder Drogeriemarkt, um die Kunden zurückzulocken und das Leben in der Straße wieder aufzufrischen.
Die Suche nach neuen Mietern
Die Patrizia Grundinvest mbH, Eigentümer der Ladenfläche, hat bereits erste Mietinteressenten im Austausch und verhandelt über die zukünftige Nutzung der Immobilie. Der Vertrag mit Feneberg soll im Laufe des Sommers enden, und die Fläche wird seit Anfang 2026 aktiv vermarktet. Ein Sprecher der Patrizia Grundinvest mbH bestätigt, dass man sich um eine Lösung bemüht, doch die Lage der Immobilie wird oft als suboptimal beschrieben. Die Gemeinde hat keinen direkten Einfluss auf die Nachmietersuche, bleibt jedoch in Kontakt mit der Grundinvest und sieht die Dringlichkeit der Situation.
Die Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft sind alarmierend. Die Klammstraße, die im Herzen von Garmisch-Partenkirchen liegt — einem beliebten Kurort und Wintersportzentrum — könnte ohne eine schnelle Lösung Gefahr laufen, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. Händler warnen vor einem möglichen Aussterben der Klammstraße, und die Nachfrage nach Produkten hat in den letzten Monaten stark nachgelassen. Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde steht im Austausch mit Patrizia, um eine Lösung zu finden und das drohende Aussterben abzuwenden.
Die Situation in der Klammstraße ist ein Beispiel dafür, wie stark lokale Geschäfte voneinander abhängen. Der Wegfall eines einzigen Anlaufpunkts kann eine Kettenreaktion auslösen, die nicht nur die Händler, sondern auch die gesamte Gemeinschaft betrifft. Schließlich lebt der Charme von Garmisch-Partenkirchen nicht nur von seinen Bergen und der beeindruckenden Natur, sondern auch von einer lebendigen und vielfältigen Einkaufslandschaft.
