Heute ist der 21.04.2026, und in Günzburg wurde ein bedeutendes Kapitel der kommunalen Politik abgeschlossen. Am Montagnachmittag wurden im Panoramasaal des Landratsamtes 27 Kreisrätinnen und Kreisräte verabschiedet, die insgesamt 400 Jahre Kreistagserfahrung repräsentieren. Dies ist ein herber Verlust für die politische Landschaft, da viele der scheidenden Mitglieder aufgrund von Nicht-Wiederwahl, vorzeitiger Amtsniederlegung oder der Entscheidung, nicht mehr anzutreten, aus dem Kreistag ausscheiden.
Landrat Hans Reichhart zeigte sich bei der Verabschiedung dankbar für das Engagement der abgehenden Mitglieder. Er betonte den unschätzbaren Wert des Erfahrungswissens, das verloren geht, und hob die Erfolge der vergangenen Wahlperiode 2020 bis 2026 hervor. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte initiiert und abgeschlossen, darunter die Generalsanierung der Realschule in Thannhausen und die Verbesserung der Lernumgebung an den Landkreisgymnasien in Günzburg und Krumbach.
Projekte und Herausforderungen
Die Themen, die während der Amtszeit der verabschiedeten Kreisräte behandelt wurden, umfassten nicht nur Bildungsfragen, sondern auch wichtige gesellschaftliche Aspekte wie bezahlbaren Wohnraum und die Pflege. Besonders die Hochwasserkatastrophe während der Amtszeit führte zu einem gestärkten regionalen Zusammenhalt, was die Gemeinschaft in schwierigen Zeiten näher zusammenrücken ließ.
Zu den verabschiedeten Kreisräten gehören unter anderem Dr. Thomas Ermer und Rudolf Feuchtmayr, die beide 30 Jahre lang im Kreistag aktiv waren. Dr. Ermer trat bei der Kommunalwahl auf Platz 27 an, während Feuchtmayr sich nicht mehr zur Wahl stellte. Insgesamt wurden die verabschiedeten Kreisräte in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, darunter Luise Bader, Philipp Beißbarth, Christoph Böhm und viele mehr. Reichhart sprach auch besondere Dankesworte an die Mitglieder des Verwaltungsrats der Kreiskliniken aus, die maßgeblich zur Gesundheitspolitik der Region beigetragen haben.
Der Verlust von Erfahrung und Engagement
Der Abschied dieser 27 Mitglieder ist nicht nur ein Verlust an individueller Erfahrung, sondern auch ein Rückschlag für die kommunalen Strukturen in Günzburg. Das Engagement, das mit kommunalpolitischem Wirken verbunden ist, ist oft kaum zu erfassen. Reichhart betonte, dass der Aufwand, den die Kreisräte auf sich nahmen, um die Interessen der Bürger zu vertreten, hoch war und bleibt.
Diese Verabschiedung stellt die Weichen für die kommende Wahlperiode und die Herausforderungen, die auf die neuen Kreisräte warten. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die politische Landschaft in Günzburg entwickelt und welche neuen Impulse die Nachfolger setzen werden.
Für die Bürgerinnen und Bürger in Günzburg bleibt zu hoffen, dass die neuen Vertreter die positiven Ansätze ihrer Vorgänger fortführen und innovative Lösungen für die drängenden Fragen der Region finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation rund um Bildung, Wohnen und Pflege entwickeln wird und welche Projekte in Zukunft angepackt werden.
Quellen: Augsburger Allgemeine