Ikea eröffnet ersten Small Store in Bayern in Ingolstadt
Heute ist der 28.06.2026 und in Ingolstadt hat sich etwas ganz Besonderes getan: Ikea hat hier seinen ersten „Small Store“ in Bayern eröffnet. Ein Pilotprojekt, das die Aufmerksamkeit auf sich zog, denn trotz der drückenden Hitze fanden sich Hunderte von Kunden ein, um die neue Filiale zu erkunden. Mit einer Fläche von knapp 3000 Quadratmetern ist der neue Store fast so groß wie ein Supermarkt und damit deutlich kleiner als die traditionellen Ikea-Filialen, die man so kennt. Der Standort ist direkt in der Stadt, umgeben von Geschäften wie dm, einem Fitnessstudio und Edeka. Man könnte sagen, dass Ikea hier gezielt in ein bereits bestehendes Einkaufsumfeld eingezogen ist.
Das Sortiment des neuen Mini-Ikeas umfasst etwa ein Drittel der Produkte, die man in einer großen Filiale findet. Hier liegt der Fokus auf Mitnahme-Produkten – Klobürsten, Tischsets und Teelichter stehen hoch im Kurs. Und wer sich nach etwas zu essen sehnt, der wird ebenfalls fündig: Hotdogs, Zimtschnecken und Köttbullar stehen auf der Speisekarte. Interessant ist, dass Kunden in der Filiale Küchen planen und Betten ausprobieren können, obwohl die Lieferung noch nicht geregelt ist. Die Waren stammen übrigens aus den nahegelegenen Ikea-Filialen in Eching und Brunnthal.
Ein Meilenstein für Ikea
Peter Jelkeby, der Deutschland-Chef von Ikea, bezeichnete die Eröffnung als einen echten „Meilenstein“ für die Umsetzung einer neuen Strategie in Deutschland. Diese Strategie könnte nicht nur die Marke Ikea, sondern auch den örtlichen Einzelhandel beeinflussen, denn die Mini-Ikeas treten in direkte Konkurrenz zu anderen Geschäften. Spannend ist, dass es in anderen Ländern bereits ähnliche Konzepte gibt, vor allem in Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern. Ob wir also in Zukunft mit weiteren Eröffnungen in Deutschland rechnen können? Das bleibt abzuwarten, denn konkrete Pläne gibt es bisher nicht.
Die Eröffnung des Mini-Stores fällt in eine Zeit, in der der Einzelhandel und die Innenstädte durch die COVID-19-Pandemie und andere Krisen stark belastet werden. Die Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Basis der innerstädtischen Nutzungen stehen zur Diskussion. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) entstehen Spannungsfelder zwischen den Potenzialen für Nachnutzungen von Ladenlokalen und der drohenden Gefahr von Leerständen und Umsatzverlusten. Die Innenstadtentwicklung wird jetzt umso wichtiger, um die Zentren zu stärken.
Die Handlungsempfehlungen der ExWoSt-Studie umfassen strategische Aufgaben, konkrete Handlungsfelder und Aspekte zur Umsetzung. Kommunen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Einzelhandelsumfeld in Ingolstadt und darüber hinaus entwickeln wird, gerade wenn große Marken wie Ikea mit innovativen Konzepten an den Start gehen. Die Frage ist, ob die kleinen Läden und Geschäfte in den Innenstädten diesen Herausforderungen gewachsen sind. Die Zeit wird es zeigen.
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