In Landau in der Pfalz gibt es Neuigkeiten aus der Welt der Gebäudetechnik, die nicht nur die Branche, sondern auch die Menschen hier vor Ort betreffen. Die Haag GmbH, ein bekanntes Unternehmen in der Region, hat beschlossen, ihren Namen zu ändern. Ab Oktober 2025 wird die Firma als Diehl Apleona Wolfferts auftreten. Geschäftsführer Markus Ohnemus und Niederlassungsleiter Fabian Steeg zeigen sich optimistisch und erwarten weiteres Wachstum, insbesondere im Bereich der Wartungsverträge. Das klingt doch nach frischem Wind in der Branche!
Die typischen weißen Transporter, die man früher oft mit dem Haag-Logo in Landau auf dem Weg zu Baustellen, Wartungen oder Kundenterminen sah, werden nach und nach neu beschriftet. Dies ist Teil der Umstellung, die mit der Übernahme der Diehl-Gruppe durch Apleona Wolfferts einhergeht, die am 1. August abgeschlossen wurde und bereits am 22. Mai ihren Anfang nahm. Die Diehl-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Baumholder, Rheinland-Pfalz, und ist auf technische Gebäudesysteme und Service spezialisiert. Mit über 550 Beschäftigten an sieben Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen wird die lokale Präsenz von Apleona durch diese Akquisition deutlich gestärkt.
Wachstum in der Gebäudetechnik
Die Übernahme ist nicht nur eine strategische Entscheidung, sondern zielt auch darauf ab, das Angebot an technischen Gewerken zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands auszubauen. Wenn man bedenkt, dass viele Gebäude in Deutschland renovierungsbedürftig sind, ist der Bedarf an Fachkräften und innovativen Lösungen größer denn je. Mitarbeiter der Diehl-Gruppe sind überwiegend Ingenieure, Bau- und Projektleiter sowie Techniker, die sich auf Heizung, Klima, Lüftung, Wärmepumpen und Photovoltaik spezialisiert haben. Apleona Wolfferts selbst beschäftigt 1.100 Mitarbeiter an 18 Standorten in Deutschland und hat Kunden aus den Bereichen Industrie, Bauträger und öffentliche Auftraggeber, wie Universitäten und Kliniken.
Doch wie steht es um die Branche insgesamt? Während der Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik im Jahr 2023 um 6,8 % gewachsen ist und einen Umsatz von 80,3 Milliarden Euro erzielt hat, erwarten Experten für 2024 einen Rückgang von 3 %. Besonders der Heizungssektor wird von dieser Entwicklung betroffen sein, da viele Eigentümer aufgrund steigender Lebenshaltungskosten Maßnahmen im Sanitärbereich verschieben oder ganz darauf verzichten. Ironischerweise ist die Heizung als Umsatztreiber des Jahres 2023 ein direkter Einfluss von staatlichen Förderungen und dem Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Die Zukunft im Blick
Und was bedeutet das alles für die Zukunft? Diehl Apleona Wolfferts positioniert sich geschickt, um den Herausforderungen zu begegnen, die durch Marktveränderungen und die veränderten Bedürfnisse der Verbraucher entstehen. Die Notwendigkeit, sich an diese Bedingungen anzupassen, wird von Jens J. Wischmann, Geschäftsführer von VdZ und VDS, betont. Man kann nur hoffen, dass die Veränderungen in der Branche auch für die Mitarbeiter und Kunden positive Auswirkungen haben. Schließlich sind 18 % der Bäder in Deutschland renovierungsbedürftig – eine Tatsache, die für viele Hausbesitzer ein Anreiz sein könnte, endlich aktiv zu werden und ihre Pläne umzusetzen.
Man darf gespannt sein, wie sich der Wandel bei Diehl Apleona Wolfferts auf den Markt auswirken wird, und ob die neuen Strategien tatsächlich dazu führen, dass die Transporter bald wieder vermehrt auf den Straßen zu sehen sind – diesmal vielleicht in einem neuen, frischen Design. Wer weiß, vielleicht wird Landau schon bald zum Zentrum neuer Innovationen in der Gebäudetechnik?
