Gemeinsam Kaffee trinken gegen Einsamkeit in Landau
In Landau in der Pfalz wird am 23. Juni 2026 ein ganz besonderes Event stattfinden, das sich dem Thema Einsamkeit widmet. Unter dem Motto „Gemeinsam Kaffee trinken gegen Einsamkeit“ lädt die Initiative „GemEinsam in Landau“ alle Bürger ein, zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr auf dem Stiftsplatz zusammenzukommen. Dies ist Teil der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“, die vom 22. bis zum 28. Juni stattfindet und darauf abzielt, Menschen ins Gespräch zu bringen, Begegnungs- und Hilfsangebote sichtbar zu machen und für das Thema Einsamkeit zu sensibilisieren.
Einsamkeit ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die Menschen jeden Alters betrifft. Das Kaffeetrinken wird als niedrigschwelliges, kostenloses Angebot ohne Anmeldung angeboten, was es besonders einladend macht. Die Zielgruppe umfasst vor allem Menschen mit wenigen sozialen Kontakten oder solche, die sich oft allein fühlen. Ein Aufruf geht an Angehörige, Nachbarn, soziale Einrichtungen und alle anderen, die die Betroffenen zur Teilnahme ermutigen können.
Ein zweites Treffen am Danziger Platz
Zusätzlich wird am 24. Juni von 14:00 bis 16:00 Uhr eine weitere Veranstaltung am Danziger Platz angeboten. Diese Events stehen ganz im Zeichen der sozialen Fitness, also der Fähigkeit, soziale Kontakte zu pflegen und zu erhalten. Susanne Poerschke, die für Fragen zur Veranstaltung kontaktiert werden kann, ist unter der Telefonnummer 0151/14 87 96 13 oder per E-Mail an susanne.poerschke@kirchelandau.de erreichbar. Weitere Informationen zur Aktionswoche gibt es auch auf der Website kompetenznetz-einsamkeit.de.
Einsamkeit in Zahlen
Einsamkeit ist kein einfaches Thema und lässt sich nicht mal eben wegdiskutieren. Laut dem Einsamkeitsbarometer 2024 ist die Einsamkeitsbelastung in Deutschland, insbesondere bei Menschen ab 18 Jahren, von circa 8 % im Jahr 2017 auf rund 28 % im Jahr 2020 gestiegen, bevor sie 2021 auf etwa 11 % fiel. Interessanterweise sind sowohl ältere als auch jüngere Menschen betroffen, wobei Frauen aufgrund von Faktoren wie Care-Arbeit und der Corona-Pandemie eine höhere Einsamkeitsbelastung erfahren. Die negativen Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit sind nicht zu unterschätzen.
Im Kontext dieser aktuellen Veranstaltungen zeigt sich, dass gesellschaftliche Teilhabe, soziale Bindungen und Bildung präventiv gegen Einsamkeit wirken. Vor allem ältere Menschen benötigen verstärkt Unterstützung, um Einsamkeit zu überwinden. Im ersten Jahr der Pandemie fühlten sich jüngere Menschen (18-29 Jahre) mit 32 % stärker einsam als Personen über 75 Jahre (23 %). Ein klarer Hinweis darauf, dass Einsamkeit kein Altersproblem ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das uns alle betrifft.
Wenn du also am 23. oder 24. Juni Zeit hast, schau doch einfach mal vorbei. Vielleicht triffst du dort nette Menschen, die das gleiche Bedürfnis nach Kontakt haben wie du. Und hey, wer kann schon bei einer Tasse Kaffee widerstehen?
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