Heute, am 7. Mai 2026, fanden sich die kleinen Entdecker der Familienoase in Landsberg am Lech zusammen, um in die spannende Welt der Kläranlagen einzutauchen. Armin Hauke, ein echter Abwasserspezialist, hatte ein lehrreiches Programm vorbereitet: „Was macht eigentlich … eine Kläranlage?“ So begaben sich die Kinder auf eine Tour durch die technischen Wunderwerke, die dafür sorgen, dass unser Abwasser wieder sauber in die Umwelt zurückfließen kann. Die Aufregung war greifbar, als sie die ersten Stationen erreichten.

Die erste Anlaufstelle war der Rechen, wo grobe Stoffe wie Papier, Plastik, Essensreste und sogar Spielzeug aus dem Abwasser gefiltert werden. Das war schon ein echter Hingucker! Da waren einige Augen groß, als sie sich vorstellten, was alles in der Kanalisation landet. Nach dieser ersten, ziemlich schmutzigen Etappe ging’s weiter zur Entfernung von Sand und Steinen. Hier lernten die Kinder, wie wichtig es ist, auch die schwereren Verunreinigungen loszuwerden. Und dann kam der absolute Knaller: Sauerstoff wird ins Wasser geleitet, um die Bakterien und Mikroorganismen beim Reinigen zu unterstützen. Wer wusste schon, dass die kleinen Helfer so unentbehrlich sind?

Der Weg des Abwassers

Ein Kläranlage ist eine technische Anlage zur Abwasserreinigung, die durch mechanische, biologische und sogar chemische Verfahren funktioniert. Im Grunde genommen entfernt sie Schadstoffe, Schwebstoffe und organische Verunreinigungen und schützt damit unsere Gewässer vor Verschmutzung. Moderne Kläranlagen sind echte Meisterwerke: Sie schaffen es, über 95 % der Verunreinigungen aus dem Wasser zu entfernen! Im Idealfall wird das gereinigte Wasser sogar für die Trinkwasseraufbereitung verwendet. Das ist besonders wichtig angesichts der wachsenden Wasserknappheit.

Als die Kinder durch die verschiedenen Reinigungsstufen des Abwassers geführt wurden, erlebten sie hautnah, wie das Wasser von der mechanischen Reinigung – wo etwa 30 % der organischen Belastung entfernt werden – über die biologische Reinigung, in der Mikroorganismen organische Verunreinigungen abbauen, bis hin zur chemischen Reinigung, die Phosphor und schwer abbaubare Stoffe herausfiltert, geleitet wird. Ein echtes Auge öffnendes Erlebnis! Sie durften sogar Mikroorganismen unter dem Mikroskop betrachten, was bei vielen für Begeisterung sorgte.

Der Klärschlamm und seine Geheimnisse

Nach all dem Staunen über den Reinigungsprozess waren die Kinder auch neugierig auf den Klärschlamm. Dieser entsteht als Nebenprodukt der Abwasserreinigung und wird in großen Faulbecken zersetzt. Dabei entstehen wertvolle Stoffe, die weiterverarbeitet werden können. Die Behandlung des Klärschlamms umfasst wichtige Schritte wie Eindickung, Stabilisierung und Hygienisierung. Es gab sogar die Möglichkeit, über die Nutzung des Klärschlamms in der Landwirtschaft oder zur Energiegewinnung zu sprechen. Das klingt doch nach einer richtigen Win-win-Situation!

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Das Programm wird monatlich von der Familienoase e.V. organisiert und bietet den jungen Teilnehmern Einblicke in verschiedene Berufe und Einrichtungen im Landkreis Landsberg. Die Kinder empfanden den Besuch als interessant und lehrreich, was nicht nur ihre Neugierde stillte, sondern auch das Bewusstsein für die Umwelt schärfte.

In einem größeren Kontext ist die Reinigung und Behandlung von Abwässern von entscheidender Bedeutung für die sichere Trinkwasserversorgung und gesunde Ökosysteme. Daher gibt es auch zahlreiche Weiterbildungsangebote im Bereich der Abwasserwirtschaft, um aktuelles Wissen weiterzugeben und hilfreiche Tipps für den Arbeitsalltag zu vermitteln. Zielgruppen sind Mitarbeiter von Wasser- und Abwasserverbänden, Betriebspersonal von kommunalen und industriellen Kläranlagen, sowie Ingenieurbüros und Firmen mit Bezug zu Abwasser. Wer hätte gedacht, dass ein Besuch in einer Kläranlage so viele Facetten und Möglichkeiten birgt?