Heute ist der 1. Mai 2026, und in Landsberg am Lech hat die Kreishandwerkerschaft ein bedeutendes Kapitel aufgeschlagen. Bei der Mitgliederhauptversammlung wurden Kreishandwerksmeister Markus Wasserle und seine Stellvertreterin Luisa Bredschneijder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Das ist nicht nur ein Zeichen des Vertrauens, sondern zeigt auch, dass die Handwerksbetriebe in der Region bereit sind, neue Wege zu gehen. Der Tätigkeitsbericht dieser Versammlung war vollgepackt mit Maßnahmen zur Stärkung der Betriebe und einem klaren Fokus auf die Sichtbarkeit des Handwerks.

Die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, insbesondere der Landwirtschaft, spielt eine zentrale Rolle. Die Anwesenheit von Kreisbauernobmann Johann Drexl unterstreicht diese Verbindung. Ein gemeinsames Ziel ist es, bestehende Schnittstellen besser zu nutzen und neue Formate zu entwickeln. Auf der Agenda steht außerdem die geplante Initiative „Made in LL“ für März 2027, die die handwerkliche Identität der Region stärken soll.

Tag der offenen Tür und Fachkräftemangel

Ein weiteres Highlight wird der landkreisweite „Tag der offenen Tür“ sein, der Gelegenheit bietet, Handwerksleistungen zu präsentieren und die Öffentlichkeit einzuladen. Das wird sicherlich ein spannendes Event, wo die Vielfalt und Kreativität des Handwerks im Vordergrund stehen. Doch die Themen, die die Kreishandwerkerschaft beschäftigen, sind nicht nur erfreulich. Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema. Dr. Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, betont die Notwendigkeit von Zusammenhalt und einer starken Interessenvertretung des Mittelstands. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist ein Problem, das sich in den letzten Jahren verschärft hat, und das hat auch seine Ursachen. Der demografische Wandel und das veränderte Bildungswahlverhalten, etwa die steigende Studierneigung, spielen dabei eine Rolle.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der bezahlbare Wohnraum für Mitarbeitende. Das wird immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor. Wasserle ruft zu Zuversicht und gemeinsamer Weiterentwicklung auf, was in Anbetracht dieser Herausforderungen nicht einfach ist. Die Kreishandwerkerschaft sieht die Kooperation mit Kommunen, Wirtschaft und Verbänden als zentral für die zukünftige Entwicklung. Hier wird ein Schulterschluss gefordert, der alle Akteure einbezieht.

Engagement für die Gemeinschaft

Doch das Engagement in Landsberg geht über das Handwerk hinaus. Geplante Projekte wie ein Besuchsdienst für Senioren oder ein mobiler Kleinreparaturdienst zeigen, dass hier auch soziale Verantwortung übernommen wird. Es wird eine Vermittlungsdatenbank für Freiwillige im Landkreis eingerichtet, die vielfältige Tätigkeiten anbietet. Die Einladung an Freiwillige zur Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen zeigt, dass hier mehr als nur Handwerk im Fokus steht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Nicht zu vergessen ist die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung im Handwerk. Wie die ZDH betont, trägt das Handwerk entscheidend zur Fachkräftesicherung bei. Durch flexible Qualifizierungswege können geringqualifizierte Personen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Es ist Zeit für eine Bildungswende, um der beruflichen Bildung zu mehr Wertigkeit im politischen Handeln zu verhelfen. Die Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung muss endlich gesetzlich verankert werden.

Insgesamt zeigt sich, dass Landsberg am Lech nicht nur ein Ort des Handwerks ist, sondern auch ein Ort der Innovation und Gemeinschaftsbildung. Die Herausforderungen sind groß, die Ambitionen sind es aber auch. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die geplanten Initiativen entwickeln und welche neuen Formate entstehen werden.