Heute ist der 21.06.2026 und in Landsberg am Lech dreht sich alles um das Thema Wärmeversorgung, speziell die faszinierende Welt der Tiefengeothermie. Am 08.06.2026 begab sich eine Delegation aus Landsberg auf eine Exkursion zu zwei Projekten, die der Stadt helfen könnten, in punkto klimafreundlicher Wärmeversorgung einen Schritt weiterzukommen. Teilnehmer dieser spannenden Reise waren Vertreter der Lenkungsgruppe „kommunaler Wärmeplan“, die Stadtwerke Landsberg, die Energieagentur LENA sowie Mitglieder von KLIMA3 und dem BUND Naturschutz. Das Ziel? Inspiration und neue Ideen für den kommunalen Wärmeplan zu sammeln.

Tiefengeothermie hat sich in Südbayern als vielversprechende Option herauskristallisiert. Die Delegation besuchte zunächst Geiselbullach, wo die Amperland Thermalwärme derzeit bohrt. Die Neugier war groß, als sie zur zweiten Station nach Garching fuhren, wo seit über 20 Jahren ein erfolgreiches Geothermieprojekt läuft. Die Region hat insgesamt 25 laufende Tiefengeothermieanlagen, und die Erkenntnisse aus dieser Exkursion könnten für die Zukunft von Landsberg von entscheidender Bedeutung sein.

Die Vorteile der Geothermie

Die Vorteile der Geothermie sind unbestreitbar. Mit einem der geringsten CO2-äquivalenten Fußabdrücke pro Kilowattstunde und dem Vorteil, dass bei der Energieerzeugung keine Treibhausgase entstehen, ist Geothermie ein echter Umweltheld. Denkt man zum Beispiel an die Gemeinde Pullach, die seit 2005 durch ihr Geothermie-Kraftwerk beeindruckende 114.120 Tonnen CO2 vermieden hat. Das ist eine Zahl, die ins Auge fällt!

Doch die Geothermie bietet noch mehr. Sie ist jederzeit verfügbar und unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeiten. Das bedeutet, dass Kommunen, die auf diese Technologie setzen, weniger anfällig für Preisschwankungen anderer Energiequellen sind. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Flächenverbrauch – tiefe Geothermie benötigt sogar weniger Fläche als viele andere erneuerbare Energien. Die Kombination von Erdwärme mit Geothermie ermöglicht es, aus einer Kilowattstunde Strom erstaunliche 20 bis 30 Kilowattstunden Wärme zu gewinnen. Das ist ein echter Zugewinn!

Planung und Umsetzung

Die Planung solcher Projekte ist jedoch kein Zuckerschlecken. Der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) hat dazu eine Broschüre veröffentlicht, die die zentralen Schritte von der Idee bis zum Betrieb detailliert beschreibt. Diese Broschüre ist nicht nur für die fiktive Kommune Warmhausen gedacht, sondern bietet auch wertvolle Einblicke für die Transformation industrieller Wärmeversorgung mit tiefer Geothermie. Mit Unterstützung von Experten wie der Geothermie Neubrandenburg GmbH und den Stadtwerken München werden die Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung klar umrissen.

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Geothermie könnte in der Zukunft eine Schlüsselrolle spielen. Experten schätzen, dass sie bis 2045 bis zu drei Viertel der gesamten Heizenergie in Deutschland liefern könnte. Aktuell deckt Geothermie lediglich 1,5 Prozent des Wärmebedarfs. Das Potenzial ist also riesig, und die Exkursion der Landsberger Delegation könnte der erste Schritt in eine grünere Zukunft sein.

Ob und wie die Tiefengeothermie für Landsberg am Lech geeignet ist, steht noch in den Sternen. Aber die Eindrücke aus der Exkursion waren sicherlich ein wertvoller Beitrag zur kommunalen Wärmeplanung. Wer weiß, vielleicht wird Landsberg schon bald mit „Heimatwärme“ glänzen, die nicht nur lokal wertschöpfend ist, sondern auch unabhängig von den Schwankungen der Weltmarktpreise. Das wäre doch was!

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