In Landshut steht eine umfassende Sanierung des Moserbräu-Areals bevor, die die Zukunft dieses historischen Gebäudes sichern soll. Das Moserbräu gilt als prägender Ort der Landshuter Altstadt und ist ein Beispiel für den Umgang mit historischer Bausubstanz. Die Diskussionen über die Zukunft des Moserbräu dauern bereits seit Jahrzehnten an. Trotz mehrfacher Abrissanträge, die seit 1987 von früheren und aktuellen Eigentümern gestellt wurden, entschieden sich die Stadtvertreter 2018, das Gebäude zu erhalten und nur den rückwärtigen Bereich neu zu bebauen. Geplant ist eine umfangreiche Sanierung, die im August 2025 starten soll, mit dem Ziel der denkmalgerechten Erhaltung und zeitgemäßen Nutzung, ohne den historischen Charakter zu verlieren.

Die Eigentümer, unter ihnen Christian Eller, zeigen sich optimistisch, den Zeitplan einhalten zu können. Die Fertigstellung der Arbeiten im ersten Quartal 2028 ist angestrebt. Im Zuge der Sanierung sollen insgesamt 29 Wohneinheiten sowie Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Eine Tiefgarage wird im rückwärtigen Teil des Grundstücks gebaut, um Stellplätze bereitzustellen und den Parksuchverkehr zu reduzieren. Zudem wird der historische Dachstuhl in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhalten, und die Genehmigung des Vorhabens umfasst die Instandsetzung relevanter Bauteile wie Dachtragwerk, Geschossdecken, Fassadenputz und Fenster. Die Sanierung erfordert umfangreiche Zimmererarbeiten aufgrund früherer Umbauten.

Bayern Kapital zieht ein

Eine bedeutende Neuerung ist der Einzug von Bayern Kapital, der Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern, die 2028 in das Moserbräu-Gebäude einziehen wird. Bayern Kapital hat eine über 30-jährige Verbundenheit mit der Landshuter Altstadt und investiert in innovative Hightech-Gründungs- und Wachstumsvorhaben in Bayern. Das Unternehmen ist an über 120 bayerischen Startups und Scaleups beteiligt, darunter namhafte Firmen wie EGYM und Quantum Systems. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,3 Milliarden Euro hat Bayern Kapital seit 1995 über 675 Millionen Euro in Startups investiert. Damit wird Bayern Kapital einer von mehreren Mietern im Moserbräu-Gebäude sein.

Denkmalschutz und Stadtentwicklung

Die Sanierung des Moserbräu-Geländes ist Teil eines größeren Trends in Bayern, der durch das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert wird. Dieses Programm, das seit 2009 existiert, zielt darauf ab, historische Stadt- und Ortskerne zu erhalten und weiterzuentwickeln. In den letzten 40 Jahren wurden durch Investitionen zahlreiche historische Zentren bewahrt. Die Handlungsfelder des Programms umfassen die Erhaltung der Nutzungsvielfalt, die Unterstützung von Wohnmöglichkeiten in zentralen Lagen sowie die Förderung der traditionellen Kleinteiligkeit im Einzelhandel. Auch die energetische Sanierung und Umnutzung erhaltenswerter Gebäude spielen eine wichtige Rolle, um den Herausforderungen der Energiewende in bayerischen Kommunen zu begegnen.

Insgesamt zeigt das Projekt Moserbräu, wie wichtig der Erhalt historischer Gebäude für die Identität einer Stadt ist und wie moderne Nutzungskonzepte mit historischem Charme kombiniert werden können. Für Landshut könnte dies einen weiteren Schritt in Richtung einer lebendigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung darstellen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem ausführlichen Artikel der Süddeutschen Zeitung und der Rundschau24.

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