Am Dienstagabend kam es in der Landesliga Mitte zu einem hochspannenden Duell zwischen dem TSV Seebach und der SpVgg Landshut. Vor 850 Zuschauern setzten sich die Gastgeber mit 1:0 durch und schlossen damit auf den Tabellenführer auf. Die Entscheidung fiel in der 54. Minute durch ein Elfmetertor von Simon Griesbeck. Dieser Sieg ist besonders bemerkenswert, da Landshut zuvor einen Vorsprung von zwölf Punkten hatte, der jedoch nach mehreren Unentschieden geschrumpft ist. Seebach, der nun in direkter Schlagdistanz zum Tabellenführer ist, kann auf eine beeindruckende Serie von neun Spielen ohne Niederlage zurückblicken, darunter acht Siege.
Die Partie war von intensiven Zweikämpfen und taktischen Finessen geprägt. Seebach zeigte mehr Ballbesitz, tat sich allerdings schwer, gegen die kompakte Abwehr von Landshut durchzukommen. Die beste Möglichkeit im ersten Abschnitt vergab Sandro Nickl, als er einen Kopfball aus sieben Metern nicht im Tor unterbringen konnte. Landshut hatte zwar durch Maximilian Zischler einen Kopfballtreffer erzielt, dieser wurde jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen. Nach dem Rückstand versuchte Landshut, mehr Risiko zu gehen, konnte jedoch keine klaren Chancen herausspielen. Seebach blieb über Standardsituationen gefährlich, wobei Fabian Schwingenschlögl zwei gute Möglichkeiten vergab. Jonas Hoffmann hatte zudem die beste Chance für Seebach, scheiterte jedoch am Außenpfosten.
Auf die Defensive kommt es an
Die defensive Leistung von Seebach wurde von Coach Wolfgang Beller gelobt, der die Stabilität des Kaders hervorhebt. Lediglich Langzeitverletzte fehlen im Kader, was dem Team zusätzliche Kraft verleiht. Landshuts Co-Trainer Johannes Maier äußerte, dass ihr Plan, defensiv zu stehen und den Gegner den Ball zu lassen, lange Zeit aufgegangen sei. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Kenneth Sigl und Tobias Steer war Landshut mit breiter Brust angereist, nachdem sie zuletzt ein 2:2 gegen Bogen erzielt hatten.
Der Sieg gegen Landshut könnte für den TSV Seebach der Wendepunkt in der Saison sein. Mit diesem Erfolg hat Seebach nicht nur das Titelrennen spannend gehalten, sondern auch gezeigt, dass sie gewillt sind, um den Aufstieg zu kämpfen. Beller hatte bereits vor dem Spiel betont, dass jedes verbleibende Match wie ein Endspiel sei. Die Entwicklung der Mannschaft ist deutlich erkennbar, und die Undiszipliniertheiten, die in der vergangenen Saison noch ein Problem darstellten, sind mittlerweile abgestellt worden. Die Gefährlichkeit bei Standardsituationen bleibt ein Markenzeichen des Teams.
In der kommenden Zeit wird sich zeigen, ob Seebach die positive Momentum mitnehmen kann, während Landshut sich auf seine Stärken besinnen muss, um den Druck aufrechtzuerhalten. Die Kaderstärke und die mentale Einstellung werden entscheidend sein, wenn es darum geht, das Titelrennen bis zum Schluss spannend zu halten. Das nächste Aufeinandertreffen der beiden Teams könnte bereits entscheidend für die Meisterschaft sein.