Heute, am 21. Juni 2026, werfen wir einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen im Bereich des ökologischen Landbaus in Oberfranken, genauer gesagt auf ein Treffen, das am 10. Juni stattfand. In Lichtenfels trafen sich Vertreter des Bayerischen Bauernverbands (BBV) Oberfranken sowie der oberfränkischen Öko-Modellregionen, um über wichtige Themen der Regionalität und den ökologischen Landbau zu diskutieren. Solche Gespräche sind nicht nur bedeutend, sie sind auch notwendig, um die Herausforderungen in der Landwirtschaft anzugehen und Lösungen zu finden. Es geht schließlich um die Zukunft unserer Nahrungsmittelproduktion!

Die Teilnehmer waren ein Who’s Who der regionalen Landwirtschaft: Hermann Greif, der Präsident des BBV Oberfranken, war ebenso dabei wie Reinhard Friedrich, der stellvertretende Kreisobmann von Forchheim. Aaron Beyer von der Öko-Modellregion Fränkische Schweiz und Martin Gebhardt aus dem BBV Landesfachausschuss für Ökologie brachten ihre Sichtweisen ein. Auch Vertreter aus den Öko-Modellregionen Coburg Stadt & Land sowie Obermain-Jura waren anwesend. Ein zentrales Thema dieser Zusammenkunft war der Wechsel der Zuständigkeit im BBV-Bezirksverband Oberfranken, der seit dem 1. Juni 2026 Joachim Benda obliegt. Zudem wurde die Aufnahme von Stadt und Landkreis Coburg als neue Öko-Modellregion besprochen. Man merkt, hier tut sich einiges!

Wichtige Themen im Fokus

Einige der diskutierten Punkte waren die Regionalität in der Lebensmittelerzeugung und der Erhalt der Bio-Milchvieh- und Rinderhaltung. Gerade die Probleme der Weidehaltung in beengten Ortslagen wurden angesprochen. Der BBV setzt sich dafür ein, praktikable Lösungen für die Mitgliedsbetriebe zu finden. Ein weiteres Arbeitsfeld, das identifiziert wurde, ist die Bildungsarbeit im ländlichen Raum. Hierbei ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Öko-Modellregionen und dem BBV Oberfranken geplant.

Erwähnenswert ist auch die Diskussion über die Kleinprojektförderung, die von der Bayerischen Staatsregierung im Rahmen des Programms BioRegio 2030 bereitgestellt wird. Die regionalen Auswahlgremien entscheiden über die Zulassung der Projekte, und der BBV ist in vielen Regionen vertreten. Ein Beschluss, die Fördermöglichkeiten im kommenden Jahr breiter bekannt zu machen, wurde ebenfalls gefasst. Derzeit kann nur die neue Öko-Modellregion Coburg Stadt und Land Kleinprojektförderungen vergeben, da die Budgets in anderen Regionen bereits ausgeschöpft sind. Solche Förderungen sind eine wertvolle Hilfestellung für kleine Betriebe, die betriebliche Entwicklungsschritte planen.

Ökologischer Landbau in Bayern

Ein Blick auf den ökologischen Landbau in Bayern zeigt, dass diese Form der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Rund 11.900 Betriebe bewirtschaften über 420.000 Hektar Fläche ökologisch. Bayern ist damit das bedeutendste Öko-Bundesland in Deutschland. Die Entwicklung der letzten Jahre ist beeindruckend: Von 10.902 Betrieben im Jahr 2020 stieg die Zahl auf 11.881 Betriebe im Jahr 2023. Ein Ziel der bayerischen Landwirtschaft ist es, bis 2030 30% der Landwirtschaftsfläche ökologisch zu bewirtschaften. Dies geschieht unter anderem durch das Landesprogramm BioRegio 2030, das den ökologischen Landbau fördert.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Bildungsarbeit. Fachschulen für ökologischen Landbau und Akademien bieten Fortbildungen an, die für die Entwicklung dieser Branche unerlässlich sind. Auch die Forschung spielt eine große Rolle, mit Kompetenzzentren, die sich auf den ökologischen Landbau spezialisiert haben. Die Vermarktung von Bio-Produkten wird durch das Bayerische Bio-Siegel unterstützt, das mittlerweile rund 2.850 Produkte auszeichnet.

Die Entwicklungen in der Region und im gesamten Freistaat zeigen, dass der ökologische Landbau nicht nur eine Nische ist, sondern eine zukunftsträchtige Alternative zur konventionellen Landwirtschaft darstellt. In Zeiten von Klimawandel und Umweltbewusstsein ist es wichtiger denn je, diese Ansätze weiter zu verfolgen und zu fördern. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in Oberfranken entwickeln wird und welche neuen Projekte in den kommenden Jahren realisiert werden können. Man darf gespannt sein!

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im ökologischen Landbau in Bayern, können Sie die vollständige Quelle [hier](https://www.wiesentbote.de/2026/06/20/lichtenfels-bamberg-bayerischer-bauernverband-oberfranken-und-oeko-modellregionen-stimmen-sich-ab/) nachlesen.

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