Praxisnahe Ausbildung in der Orthopädie an der Sana Medical School in Lichtenfels
Heute ist der 24.07.2026 und in Lichtenfels dreht sich alles um die praxisnahe Ausbildung an der Sana Medical School. Hier wird Medizinstudierenden im Modul „Orthopaedics“ ein ganz besonderer Zugang zur Chirurgie geboten. Mit frischem Elan und einer gehörigen Portion Neugier haben sich die Studierenden im fünften Jahr auf zwei Termine eingelassen, um ihre Fähigkeiten weiter zu vertiefen. Angeleitet von Chefarzt Dr. Jörg Harrer und Dr. Felix Ferner erleben sie hautnah, wie Theorie in die Praxis umgesetzt wird.
Ein fester Bestandteil des Lehrplans ist der jährliche Besuch des Arthrex-Busses. Ein mobiler Schulungsraum, ausgestattet mit modernster Medizintechnik, bringt das Lernen direkt zu den Studierenden. Hier können sie an verschiedenen Trainingsstationen ihre Fertigkeiten im Umgang mit arthroskopischen Techniken und implantatgestützten Rekonstruktionen erproben. Das Beste daran? Es wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch ganz konkret an Kunstknochen geübt. Das Anbringen von Platten und Schrauben, inklusive Bohren und der Auswahl geeigneter Implantate – all das gehört zu den praktischen Erfahrungen, die die angehenden Mediziner sammeln.
Einblick in die Facharztausbildung
Doch was kommt nach dem Studium? Die Facharztausbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie ist der nächste Schritt. Sie kombiniert die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen des Bewegungsapparates. Ärztinnen und Ärzte werden hier sowohl auf konservative als auch operative Behandlungsansätze vorbereitet. Nach dem Medizinstudium, das natürlich auch mit einer Approbation endet, können die jungen Mediziner in die Weiterbildung starten. Diese dauert insgesamt 72 Monate – also sechs Jahre – und ist in verschiedene Phasen unterteilt.
Die erste Basisausbildung umfasst 24 Monate, in denen die grundlegenden Kenntnisse der allgemeinen Chirurgie vermittelt werden. Dabei stehen Diagnostik und konservative Therapie orthopädischer Erkrankungen im Vordergrund. Anschließend folgt die fachspezifische Weiterbildung, die weitere 48 Monate in Anspruch nimmt. Hier lernen die angehenden Spezialisten alles über die operative Versorgung von Frakturen, Gelenkersatzoperationen und die Behandlung degenerativer Erkrankungen wie Arthrose. Auch die Betreuung von Sportverletzungen und die Rehabilitation spielen eine große Rolle.
Berufliche Perspektiven und Herausforderungen
Nach der Facharztprüfung eröffnen sich den Orthopäden und Unfallchirurgen zahlreiche berufliche Möglichkeiten. Sie können in Praxen arbeiten, sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren oder sogar in der Forschung und Lehre tätig werden. Ein breites und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld mit modernen Verfahren – das ist die Orthopädie heute. Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die alternde Bevölkerung bringt eine Zunahme osteoporotischer Frakturen mit sich, die es zu bewältigen gilt. Darüber hinaus sind Orthopäden gefordert, notfallkompetent zu sein, was eine schnelle Auffassungsgabe und Stressresistenz erfordert.
In Deutschland gibt es laut den aktuellen Statistiken im Jahr 2025 insgesamt 17.128 Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie, von denen 15.910 tatsächlich berufstätig sind. Die meisten arbeiten stationär oder ambulant und tragen somit wesentlich zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung bei. Das zeigt, wie wichtig die Ausbildung und Weiterbildung im Gesundheitswesen ist – und wie sehr sie sich weiterentwickeln muss, um den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden.
In Lichtenfels wird durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis an der Sana Medical School ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Besuch des Arthrex-Busses ist nur ein Beispiel dafür, wie innovative Ansätze in der medizinischen Ausbildung umgesetzt werden. Und so bleibt abzuwarten, wie die nächsten Generationen von Medizinerinnen und Medizinern diese Herausforderungen meistern werden.
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