Am Sonntag, den 26. April 2026, hat ein schwerer Vorfall die Bahnstrecke zwischen Schliersee und Bayrischzell im Landkreis Miesbach erschüttert. Unbekannte Täter haben nämlich 16 massive Betonbrocken auf die Gleise gelegt. Diese Brocken hatten einen Durchmesser von 20 bis 30 Zentimetern und waren über eine Länge von etwa 70 Metern verteilt. Ein Regionalzug konnte nicht rechtzeitig bremsen und überrollte die Hindernisse, was zu einem erheblichen Sachschaden von rund 50.000 Euro an der Lok führte. Glücklicherweise blieben die Passagiere weitgehend unverletzt, aber der Zugführer erlitt einen Schock und drei Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus.
Die Bundespolizei hat umgehend Ermittlungen aufgenommen und schloss nicht aus, dass zwei junge Männer, die kurz vor der Gefahrenstelle mit einem E-Scooter in Richtung Fischbachau fuhren, möglicherweise die Täter sein könnten. Diese Männer wurden schließlich am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus gesichtet. Eine groß angelegte Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, verlief jedoch ohne Erfolg. In der Folge war die Bahnstrecke für knapp drei Stunden gesperrt, was insgesamt zu Verspätungen von 260 Minuten im Zugverkehr führte. Ein ähnlicher Vorfall, bei dem ein Regionalzug mit einem auf den Gleisen platzierten Anhänger kollidierte, hatte kürzlich in Bremen für Aufsehen gesorgt.
Rechtliche Konsequenzen
Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Laut dem deutschen Strafgesetzbuch wird jeder bestraft, der die Sicherheit des Schienenverkehrs beeinträchtigt. Dazu zählen unter anderem das Bereitstellen von Hindernissen und ähnliche gefährliche Eingriffe. Die Strafen reichen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, wenn Leib oder Leben anderer Menschen gefährdet werden. Das könnte für die Täter, falls sie gefasst werden, ernsthafte rechtliche Folgen haben.
In der heutigen Zeit, in der der öffentliche Verkehr immer wichtiger wird, stellt ein solcher Vorfall nicht nur eine Gefährdung für die Reisenden dar, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit der Bahninfrastruktur auf. Es bleibt zu hoffen, dass die Täter schnell gefasst werden und derartige Vorfälle in Zukunft verhindert werden können.