Heute ist der 19.05.2026 und wir blicken nach Miesbach in Bayern, wo sich ganz schön was tut. Am Dienstag fand die erste Sitzung des neuen Kreistags statt, und dabei wurden nicht nur die neuen Mitglieder, sondern auch Landrat Jens Zangenfeind (FW) feierlich vereidigt. Ein spannender Moment für alle Beteiligten! Aber, und das ist das große Thema, das die Region derzeit beschäftigt: die Landschaftsschutzgebiete. Hier könnte der Landkreis Ende des Jahres ohne jeglichen Landschaftsschutz dastehen – ein echter Schock für viele.

Die Problematik ist nicht neu. Seit den 1950er-Jahren gab es in der Region ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, die jetzt jedoch rechtlich nicht mehr haltbar sind. Ein Gericht entschied 2022, dass gleich sechs dieser Schutzgebiete hinfällig sind, weil die Originalkarten abhandengekommen sind. Autsch! Der scheidende Landrat Olaf von Löwis (CSU) hatte versucht, die Schutzgebiete vor der Kommunalwahl zu beschließen, aber leider ohne Erfolg. Die neue Regierung sieht sich nun mit einem drängenden Problem konfrontiert, und die Zeit drängt.

Neuer Kreistag unter Druck

Die Sorgen der Bevölkerung sind vielfältig. Während Grundbesitzer und Landwirte um ihre Flächennutzung fürchten, machen sich Mountainbiker Gedanken über mögliche Einschränkungen ihrer Wege. Und das ist nicht alles – die Naturschutzverbände unterstützen zwar die Entwürfe des Landratsamts, fordern aber gleichzeitig eine zügige Befassung des neuen Kreistags mit dem Thema Landschaftsschutz. Eine Sondersitzung, die als Informationsveranstaltung stattfand, brachte einige Missverständnisse ans Licht, die nun geklärt werden mussten. Es gab über 800 Einwendungen in der ersten Verfahrensrunde und mehr als 700 in der zweiten Runde. Da ist also einiges los!

Ein Vorschlag, der im Raum steht, ist eine Zonenlösung für Mountainbiker, um klare Bereiche ohne Mountainbiken zu definieren. Christine Negele (SPD) erinnerte daran, dass der Auftrag zur Neufassung der Schutzverordnungen schon vor 8-9 Jahren erteilt wurde. Die Fristen müssen unbedingt beachtet werden, und eine Auslegung sollte nicht in die Ferien fallen. Ein bisschen Planungssicherheit wäre sicherlich hilfreich – für alle Beteiligten.

Ein Blick auf die Schutzgüter

Um die Wichtigkeit der Landschaftsschutzgebiete zu verstehen, lohnt es sich, die zugrunde liegenden Schutzgüter zu betrachten. Diese umfassen nicht nur die Flora und Fauna, sondern auch Boden, Wasser, Klima und das Landschaftsbild. Der Fokus liegt hier auf einem abiotischen Ressourcenschutz, der auch die Erholung fördern soll. Die Verantwortung für die Festsetzung dieser Gebiete liegt bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Wenn Schutzgebiete über die Grenzen eines Kreises hinausgehen, ist der Bezirk für die Erlass der Schutzgebietsverordnung zuständig.

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Die Situation in Miesbach bleibt also spannend. Die Verwaltung hat unter der Leitung von Abteilungsleiterin Franziska-Maria Kreuzinger bereits an den nötigen Anpassungen gearbeitet. Landrat Jens Zangenfeind hat die konstruktive Weiterarbeit bestätigt, doch die Verantwortung für den weiteren Fahrplan liegt klar bei der Verwaltung. Ein juristisches Gutachten eines Augsburger Rechtsprofessors soll im Juni vorliegen – vielleicht bringt es frischen Wind in die Diskussionen.

Wie wird sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln? Die Vorzeichen sind klar: Die Diskussion um die Landschaftsschutzgebiete ist in vollem Gange, und es bleibt abzuwarten, wie der neue Kreistag die Herausforderungen meistern wird. Die Blicke sind gerichtet auf Miesbach und die Entscheidungen, die dort getroffen werden. Es könnte durchaus spannend werden.