Heute ist der 2.06.2026 und in München, der Heimat des weltberühmten Oktoberfests, brodelt es schon wieder vor Vorfreude. Die ersten Pläne für die Wiesn 2026 stehen fest, und man kann sagen, dass die Bierpreise 2023 ordentlich in die Höhe geschnellt sind. So muss man für eine Maß Bier zwischen 14,80 und 15,90 Euro hinblättern, was einen Anstieg von 30 bis 50 Cent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der niedrigste Preis, 14,80 Euro, findet sich im Museumszelt und am Familienplatzl, während das Armbrustschützen-Festzelt, das Löwenbräu-Festzelt und die Bräurosl die höchste Preisklasse mit 15,90 Euro anpeilen. Fast alle großen Zelte verlangen 15,80 Euro, nur Fischer-Vroni ist mit 15,75 Euro etwas günstiger. Gleichzeitig hat die Augustiner-Festhalle für ihre Maß Bier 14,90 Euro festgelegt.

Interessanterweise wird die Preiserhöhung von den Wirten selbst festgelegt, nicht von der Stadt. Der Wirtesprecher Peter Inselkammer hat erklärt, dass die Einkaufskosten um 6,5 Prozent gestiegen sind. Das schlägt sich natürlich bei den Preisen nieder. Wiesn-Stadträtin Anja Berger von den Grünen hat sich bereits für moderate Preiserhöhungen ausgesprochen. Immerhin gibt es auch einen Lichtblick: Die Münchner Stubn, die von Alexander Egger betrieben wird, hat ihren Preis auf 15,50 Euro gesenkt – ein echter Coup!

Die Tradition der steigenden Preise

Die Preise auf dem Oktoberfest haben eine lange Geschichte. Seit 1971 steigen die Bierpreise kontinuierlich. Zum Vergleich: Als die Euroeinführung 2002 stattfand, kostete eine Maß Bier noch 6,80 Euro – das ist geradezu lächerlich, wenn man die aktuellen Preise betrachtet. Die Inflation hat die Preise enorm beeinflusst und auch andere Getränke wie Tafelwasser und Limonade sind teurer geworden. Man spricht hier von einem durchschnittlichen Preisanstieg von über 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für viele Besucher ist das Oktoberfest nicht nur ein Ort zum Feiern, sondern auch eine Tradition, die man nicht missen möchte. Auch wenn die Preise steigen – und sie steigen, das steht fest – bleibt die Vorfreude auf das Anzapfen durch Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) am 19. September ungebrochen. Der Durchschnittspreis pro Liter Bier liegt mittlerweile bei 15,61 Euro, im Vorjahr waren es noch 15,25 Euro.

Wer sich also auf das Oktoberfest 2026 vorbereitet, sollte nicht nur das Bier im Blick haben, sondern auch die steigenden Kosten, die mit jedem Jahr ein Stückchen mehr ins Gewicht fallen. Trotzdem bleibt der Duft von frisch gebackenem Brezel, die Klänge der Blaskapellen und die Atmosphäre der fröhlichen Menschen unübertroffen. Und das ist es, was die Wiesn wirklich ausmacht.

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