In zwei erschütternden Strafverfahren wurden in Deutschland Männer wegen schwerer sexualisierter Gewalt verurteilt. Ein 22-jähriger Hamburger wurde am Freitag von einem Landgericht wegen mehrfacher Vergewaltigung für sechs Jahre ins Gefängnis geschickt. Der junge Mann hatte eine 25-jährige Frau über Facebook kennengelernt und sie mit Nacktbildern erpresst, um sie zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Die Taten fanden überwiegend in einer angemieteten Wohnung in Winterhude statt, wo sie nicht nur ihm, sondern auch seinen Freunden sexuell zur Verfügung stehen musste. Laut dem Vorsitzenden Richter waren die Argumente des Angeklagten, die Frau habe alles gewollt, „völlig abwegig und lebensfremd“, da sie aus Angst vor der Veröffentlichung der Nacktbilder ihrer Eltern handelte. Schließlich entblößte die Frau ihr Martyrium, nachdem sie von ihren Eltern auf ihre hohen Geldabhebungen angesprochen wurde. Zudem wurde ein zweiter Angeklagter verurteilt, weil er die Vergewaltigungen mit seinem Smartphone filmte, wie ndr.de berichtete.

Erpressung durch Nacktbilder in München

In einem weiteren Fall steht ein 39-jähriger Mann aus München wegen Erpressung und Nötigung vor Gericht. Er soll vier Frauen dazu gebracht haben, ihm Nacktbilder zu schicken und sich unter dem Vorwand falscher Identitäten ausgegeben haben. Der Angeklagte, der mit seiner Unzufriedenheit im Leben kämpfte und viel Zeit vor dem Computer verbrachte, speicherte Kinderpornografie auf seinem Rechner und stellte seine Erpressungsmethoden als Mittel zur „Befriedigung“ dar. Er drohte einer Frau, ihre Nacktbilder online zu stellen, wenn sie ihm nicht noch mehr Bilder schicken würde. Im weiteren Verlauf versuchte er, auch andere Frauen mit ähnlichen Drohungen zu manipulieren, was eine gefährliche Dynamik erzeugte. Der Prozess um diese erschütternden Taten findet derzeit am Landgericht München statt, und ein Urteil wird am 12. Dezember erwartet, wie t-online.de berichtete.

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