Im Raum Ulm sorgt eine Serie von Einbrüchen in Bäckereien für Unruhe. Der Druck auf die Betriebe wächst, und die Ulmer Großbäckerei Staib hat nun ihre Kunden gebeten, bevorzugt mit EC-Karte zu bezahlen. Dies ist nicht nur eine Reaktion auf die Einbrüche, sondern auch eine praktische Maßnahme, die auf einem Aufsteller in der Auslage deutlich gemacht wird. Bäckermeister Marcus Staib hat klargemacht, dass er bargeldlose Zahlungen bevorzugt, da der Betrieb beider Bezahlsysteme – Bargeld und EC-Karte – als problematisch angesehen wird.

Die Kunden zeigen jedoch eine klare Vorliebe für Bargeld. Viele möchten weiterhin mit Münzen und Scheinen bezahlen, was die Situation für die Bäckereien kompliziert macht. Der Innungs-Obermeister aus Ulm äußert sich zu den Zahlungspräferenzen der Kunden, doch es bleibt unklar, wie andere Bäckereien im Landkreis Neu-Ulm zu diesem Thema stehen. In Anbetracht der aktuellen Geschehnisse ist die Diskussion über die Zahlungsmethoden aktueller denn je. Quelle

Trends bei Zahlungsmethoden

Die Diskussion über Bargeld und bargeldlose Zahlungsmethoden ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern spiegelt auch einen größeren Trend in Deutschland wider. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank, veröffentlicht im Juli 2023, werden etwa die Hälfte der Bezahlvorgänge im Alltag mit Bargeld getätigt. Der Anteil der Nutzung unbarer Zahlungsmethoden stieg um 7 Prozentpunkte auf 49% im Vergleich zur Vorstudie von 2021.

Besonders auffällig ist der Zuwachs bei mobilen Bezahlverfahren, deren Anteil sich seit 2021 verdreifacht hat und nun bei 6% liegt. Die beliebteste Zahlungsmethode, gemessen am Umsatz, ist die Debitkarte mit 32%, gefolgt von Bargeld mit 26%. Interessanterweise wird die Debitkarte besonders bei höheren Beträgen bevorzugt, während auch kleinere Beträge zunehmend bargeldlos bezahlt werden.

Die Zukunft des Bezahlens

Eine Umfrage zeigt, dass 81% aller Transaktionen an physischen Zahlungsorten laut den Befragten bargeldlos möglich wären – ein Anstieg um 20 Prozentpunkte seit 2021. Dennoch empfinden 15% der Befragten den Zugang zu Bargeld als schwierig, was einen Anstieg von 6% im Vergleich zu 2021 darstellt. Diese Wahrnehmung gilt sowohl für städtische als auch für ländliche Regionen und wirft Fragen zur Zukunft des Bargelds auf.

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Die Vorteile von Bargeld liegen in der Wahrung der Privatsphäre, während unbare Zahlungsmittel vor allem durch ihren Komfort und die Schnelligkeit beim Bezahlen punkten. Die Bundesbank führt seit 2008 regelmäßig Studien zur Verwendung von Zahlungsmitteln durch, um das Zahlungsverhalten in Deutschland besser zu verstehen. Die jüngste Datenerhebung, die von September bis November 2023 stattfand, befragte 5.698 zufällig ausgewählte Bürger ab 18 Jahren per Telefon und führte zu aufschlussreichen Ergebnissen. Quelle