Heute ist der 1.06.2026. Die Gegend um Oberelchingen, im Kreis Neu-Ulm, hat kürzlich eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. Ein Angler, der sein Echolot zur Hand nahm, stieß am Samstagmittag auf ein Autowrack in der Donau. Die Lage war auf Höhe der Firma Bosch Rexroth, und das entdeckte Fahrzeug entpuppte sich als ein alter Opel Manta. Was für eine Geschichte! Da wird einem doch gleich klar, dass in unseren Gewässern noch so manche Überraschung lauert.
Die alarmierte Wasserwacht und das Technische Hilfswerk (THW) waren schnell zur Stelle, um das Wrack zu bergen. Dabei kam es zu einem spannenden Einsatz, denn das Auto, stark demoliert und voller Schlamm, lag in einer Wassertiefe von etwa fünf Metern. Taucher der Wasserwacht und der DLRG machten sich an die Arbeit und fanden schnell heraus, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befanden. Das ist ja schon mal eine Erleichterung! Der Zustand des Opel Manta deutet darauf hin, dass er seit über 50 Jahren in der Donau verweilte. Man fragt sich, welche Geschichten er wohl erzählen könnte, wenn er sprechen könnte.
Herausforderungen bei der Bergung
Die Bergung gestaltete sich als komplexer, denn das Auto war von Schlamm umgeben und die Betriebsstoffe hatten bereits aus dem Fahrzeug ausgetreten. Um eine Umweltverschmutzung zu vermeiden, wurde eine Ölsperre ausgelegt. Das THW Neu-Ulm kam mit 18 Helfern und fünf Fahrzeugen zum Einsatz. Nach etwa sechs Stunden war das Wrack schließlich mit Hilfe von Hebekissen und einem Kran ans Ufer gezogen worden. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Aufwand in solche Rettungsaktionen gesteckt wird.
Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen, um den Eigentümer des Opel Mantas und die Umstände seines Versinkens zu klären. Interessanterweise fand man an dem Fahrzeug keine Kennzeichen oder Fahrgestellnummer, was die Sache kompliziert macht. Die Schätzung des Baujahrs liegt bei etwa 1970, und der letzte TÜV war bereits 1978 abgelaufen. Es wird vermutet, dass das Auto irgendwann von der Strömung abgetrieben wurde, da der Fundort zwischen zwei Wasserkraftwerken liegt. Man kann sich vorstellen, wie es damals gewesen sein muss, als der Manta noch auf der Straße fuhr.
Eine unerwartete Entdeckung
Ein kleiner Lichtblick für die Polizei: Später wurde bekannt, dass eine Fahrzeugidentifikationsnummer und ein Nummernschild im Wrack gefunden wurden. Das wird die Ermittlungen hoffentlich beschleunigen. Es ist schon verrückt, was man alles beim Bergungsversuch entdeckt. Die Polizei hat sich das Ziel gesetzt, den damaligen Halter des Mantas ausfindig zu machen. Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der sich an das Auto erinnert.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Wert des Fahrzeugs. Nach der Bergung ist der Manta zwar nicht mehr fahrtauglich, hat jedoch in der heutigen Zeit einen gewissen Sammlerwert. Alte Autos, vor allem solche, die eine Geschichte erzählen, können für Liebhaber von Oldtimern durchaus interessant sein. Wer weiß, vielleicht wird dieses Wrack eines Tages zum stolzen Exponat in einer Sammlung.
Die Problematik von Autowracks
Autowracks sind ein vielschichtiges Thema, das weit über die Bergung hinausgeht. Oftmals werden sie illegal abgestellt und verrotten an Straßenrändern oder in der Natur, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch gefährlich für die Umwelt sein kann. Diese alten Fahrzeuge enthalten wassergefährdende Stoffe wie Benzin oder Motoröl, die im schlimmsten Fall das Grundwasser belasten können. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Gesetze zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Altfahrzeugen. Dennoch bleibt es ein ständiges Problem, da viele Fahrzeuge nicht mehr wirtschaftlich wieder in den Verkehr gebracht werden können.
In diesem Sinne ist die Bergung des Opel Manta aus der Donau nicht nur ein spannendes Ereignis, sondern auch ein kleiner Beitrag zur Aufklärung über die Problematik von Autowracks. Es bleibt abzuwarten, was die Ermittlungen der Polizei ergeben werden. Vielleicht wird dieser Manta bald wieder Teil der Straßenlandschaft – zumindest in Form einer Geschichte, die erzählt werden wird.
Für weitere Details zu diesem faszinierenden Fund werfen Sie einen Blick auf die vollständige Berichterstattung hier oder auf die ergänzenden Informationen hier.
