Heute ist der 19.06.2026 und wir werfen einen Blick über die Grenze nach Deutschland, genauer gesagt in den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Der Gutachterausschuss hat die Grundstückspreise für die Jahre 2024 und 2025 analysiert. Dabei zeigt sich, dass die Preise für Grundstücke in dieser Region stark variieren. Eine interessante Entwicklung, die vor allem potenzielle Bauherren und Investoren aufhorchen lassen sollte!

Die Auswertung zum Stichtag 1. Januar 2026 offenbart, dass die Preissteigerungen auf dem Grundstücksmarkt sich verlangsamt haben. Anders gesagt, die rasanten Anstiege der letzten Jahre scheinen vorbei zu sein. In Langenmosen beispielsweise gibt es einen beeindruckenden Zuwachs von 30%, der Bodenrichtwert steigt dort von 270 auf 350 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu ist Berg im Gau mit einer Preissteigerung von 250 auf 300 Euro/m² ebenfalls gut aufgestellt. Peutenhausen (Gachenbach) kommt mit einem Anstieg von 350 auf 410 Euro/m² dazu, während Ehekirchen von 230 auf 260 Euro/m² zulegt.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Gemeinden

Doch nicht alles ist rosig: In Rennertshofen sinkt der Wert von 270 auf 250 Euro/m², was einem Rückgang von 7,5% entspricht. Hier sind die günstigsten Baugrundstücke zu finden, zusammen mit Königsmoos und Ludwigsmoos, wo die Preise bei jeweils 260 Euro/m² verharren. Ein Blick auf die Stabilität der Baulandpreise verrät, dass Oberhausen, Burgheim und Karlshuld eine ruhige Entwicklung verzeichnen können. In der Stadt Neuburg selbst gibt es mit 690 Euro/m² den höchsten Bodenrichtwert im Landkreis, gefolgt von Schrobenhausen mit 650 Euro/m² und Karlskron sowie Weichering mit jeweils 520 Euro/m². Bergheim profitiert mit 470 Euro/m² von seiner Nähe zu Ingolstadt.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die Preissteigerung an Tempo verloren hat. Die außergewöhnlichen Anstiege, die wir in den Jahren 2022 bis 2024 erlebt haben, sind nicht mehr zu verzeichnen. Auch im Gewerbebereich bleibt die Marktlage weitgehend stabil: Aresing verzeichnet einen Anstieg für gewerbliches Bauland von 120 auf 150 Euro/m², was einem Plus von 25% entspricht. Die Bodenrichtwerte werden im Übrigen im Juni und Juli öffentlich ausgelegt, und die Auslegung erfolgt in Neuburg (Liegenschaftsverwaltung, Amalienstraße) und Schrobenhausen (Finanzverwaltung, Lenbachplatz). Interessierte können die Informationen über die Auslegung in anderen Gemeinden über Gemeindetafeln und Gemeindeblätter finden. Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann die Bodenrichtwerte kostenlos über BayernAtlas abrufen, wobei nur bei weitergehenden Auskünften oder individuellen Beratungen Kosten entstehen.

Ein Blick über die Grenzen: Baulandpreise in Deutschland

<pDoch wie sieht es mit den Baulandpreisen in Deutschland insgesamt aus? Interessanterweise sind die Preise für Bauland in den letzten zehn Jahren um über 60% gestiegen. Ein Preisindex, der 2008 bei 97,6 Punkten lag, kletterte bis 2018 auf 161,3 Punkte. Die Preissteigerungen haben sich seit 2014 beschleunigt, wobei die jährlichen Anstiege zwischen 6 und 10% lagen. In städtischen Wachstumsräumen ist der regionale Baulandpreisindex sogar höher als die bundesweiten Durchschnittswerte. Besonders auffällig ist der Mangel an geeigneten Flächen, der als Engpassfaktor für bezahlbaren Wohnungsneubau gilt.

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Die steigenden Grundstückspreise treiben die Erstellungskosten in die Höhe und verteuern somit auch die Wohnimmobilien. In städtischen Wachstumsräumen wird es für Bauherren zunehmend schwieriger, bezahlbare Projekte zu realisieren. Ein kurzer Blick auf Berlin zeigt, dass 2019 über 19.000 Baugenehmigungen erteilt wurden, aber nur 16.887 Wohnungen tatsächlich fertiggestellt wurden. Das heißt, es bleibt viel Raum für Spekulation und Zurückhaltung von Baugenehmigungen. Die Grundstückskosten machen bis zu einem Viertel der Gesamtkosten aus und in teuren Lagen sogar bis zu einem Drittel. Hohe Grundstückspreise führen dann zu höheren Nettoanfangsmieten, die zwischen 16 und 18 Euro pro Quadratmeter liegen, während der Durchschnitt bei 10 bis 12 Euro liegt. Ein Vorschlag zur Fristsetzung für Baugenehmigungen könnte hier helfen, die Spekulation zu bremsen.

Ab 2025 soll die neue Grundsteuer C Grundstückseigentümer dazu bewegen, ungenutzte Flächen bebauen zu lassen. Dabei wird ein höherer Hebesatz für unbebaute Grundstücke fällig, was für viele Eigentümer ein Anreiz sein könnte, endlich aktiv zu werden. Die Grundsteuer wird nach dem Wert und der Fläche berechnet, was eine Neubewertung von rund 35 Millionen Grundstücken in Deutschland mit sich bringt, wobei einige Bundesländer, wie Bayern, nur die Fläche zur Berechnung heranziehen.

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