Am vergangenen Wochenende hatten rund 50 ehrenamtliche Vereinsvertreter aus Neuburg-Schrobenhausen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Bayerischen Landtags zu werfen. Die Einladung kam vom Landratsamt, und die Auswahl der Teilnehmer erfolgte durch einen Losentscheid. Diese tolle Gelegenheit führte die Gruppe kürzlich nach München, wo sie ein abwechslungsreiches Programm erwartete.

Der Weg zum Landtag war allerdings nicht ganz einfach, denn eine Baustelle zwang die Besucher, den letzten Abschnitt zu Fuß zurückzulegen. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch! Nach einer kurzen Personalüberprüfung erhielten die Teilnehmer einen Besucherumhänger und konnten schon bald im Videosaal einen interessanten Film über die Arbeit des Landtags sehen. Das erste Highlight des Tages!

Einblicke in die politische Arbeit

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch einer Plenarsitzung im dritten Stock, wo Gesetze diskutiert werden. Dort hielt Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, eine beeindruckende Rede über ein Gesetz zur Aussöhnung sudetendeutscher Vertriebener. In seiner Ansprache wurde auch Helmut Eikam aus Schrobenhausen erwähnt, was für viele Teilnehmer ein persönlicher Bezug war. Weitere Redebeiträge kamen von Klaus Holetschek (CSU) und Anna Lettenbauer (Grüne), die lebhafte Diskussionen anregten.

Nach einer Stunde war die Plenarsitzung leider schon wieder vorbei, denn eine nächste Besuchergruppe wartete bereits. Doch die Gruppe ließ sich nicht entmutigen. Ein Gruppenfoto mit Florian Streibl, dem FW-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, wurde schnell noch geschossen, bevor es zur Diskussion über die zweite Donaubrücke in Neuburg ging. Begleitet wurde die Fahrt von Klaus Brems (Freie Wähler) und Regina Dorwarth vom Landratsamt, die für die Organisation sorgten.

Gemütlicher Ausklang

Nach all den Eindrücken klang der Tag in der Landtagsgaststätte bei einem gemeinsamen Essen aus. Ein gutes Essen, das ist immer ein schöner Abschluss! Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Fahrt nicht nur informativ, sondern auch wirklich schön war. Die Erlebnisse und die Gespräche werden sicherlich noch lange nachwirken.

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In Zeiten, in denen die Gesellschaft immer wieder mit antisemitischen Tendenzen konfrontiert wird, wie Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, betont, ist es wichtig, aktiv gegen das Vergessen anzugehen. Er sagte: „Nie wieder ist immer!“ Auch Prof. Dr. Miriam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hob die Bedeutung der institutionellen Erinnerungsarbeit hervor, kritisierte jedoch das Fehlen eines gemeinsamen „Wir-Gefühls“ gegen Antisemitismus. Diese Themen sind nicht nur für die Gesellschaft von Bedeutung, sondern sollten auch in den politischen Diskurs einfließen, um eine Kultur des Zuhörens und fairen Streits zu fördern.

Der Besuch im Bayerischen Landtag war also nicht nur eine Reise in die politische Landschaft Bayerns, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen. Für die ehrenamtlichen Teilnehmer war es eine eindrucksvolle Möglichkeit, ihre Stimme in der Politik zu hören und zu erfahren, wie wichtig Engagement in der Gemeinschaft ist.

Wer mehr über den Besuch im Bayerischen Landtag und die Hintergründe erfahren möchte, kann den vollständigen Artikel auf Donaukurier nachlesen.