Heute ist der 27.04.2026 und die Situation für die Taxiunternehmen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist angespannt. Neun Taxiunternehmen mit insgesamt zwei Dutzend Fahrzeugen sind in der Region aktiv, stehen jedoch unter erheblichem Druck aufgrund steigender Treibstoffpreise und erhöhter Personalkosten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat der Landkreis einen „Krisenzuschlag“ beschlossen, der durch veränderte Tarife umgesetzt wird. Diese Maßnahme ist notwendig geworden, um die wirtschaftliche Lage der Fahrer und Unternehmen zu stabilisieren.

Der Landkreis hat festgelegt, dass der neue Tarif gilt, bis der Dieselpreis drei Tage hintereinander unter 1,76 Euro fällt. In der Folge steigen die Kilometerpreise: Tagsüber werden sie von 2,40 Euro auf 2,80 Euro angehoben, während für Nachtfahrten 2,90 Euro fällig werden. Zudem wird die Wartepauschale von 36 auf 40 Euro pro Stunde angehoben. Um die Belastungen der Chauffeure weiter zu mindern, wird ein Tankkostenausgleich von 1,50 Euro pro Fahrt eingeführt. Diese Anpassungen orientieren sich an den Empfehlungen des Landesverbandes der bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmer. Landrat Peter von der Grün hat betont, wie wichtig eine schnelle Umsetzung dieser Maßnahmen ist, um den gestiegenen Tankkosten Rechnung zu tragen.

Krisenzuschlag und Reaktionen

Der Kreisausschuss hat die neuen Tarifsätze einstimmig genehmigt, und die endgültige Entscheidung steht nun im Kreistag an, der die Tarife am kommenden Donnerstag in Kraft setzen soll. Taxiunternehmerin Michaela Hofner und Christian Eibl haben sich bereits für die schnelle Reaktion des Landkreises bedankt. Eibl schätzt die Mehreinnahmen durch die geänderten Tarife auf rund 16 Prozent, während die Kosten gleichzeitig um 30 Prozent gestiegen sind. Dies verdeutlicht die dramatische Lage der Branche.

Über 90 Prozent der Aufträge dieser Taxifirmen entfallen auf Krankentransporte, was die Bedeutung der Unterstützung durch den Landkreis zusätzlich unterstreicht. Um auch künftig eine faire Preisgestaltung sicherzustellen, wird die Taxitarifordnung von einem Gutachter überprüft. Vorschläge für eine aktualisierte Verordnung sollen dann 2027 verabschiedet werden.

Vergleich zu München

In der bayerischen Landeshauptstadt München gibt es ebenfalls Überlegungen zur Anpassung der Tarife. Dort plant die Stadtpolitik, den Kilometerpreis ab dem achten Kilometer auf 2,50 Euro zu senken und Mindestpreise für Fahrdienste wie Uber oder Bolt einzuführen. Dies zeigt, dass die Herausforderungen durch steigende Kosten nicht nur den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen betreffen, sondern ein breites Spektrum an Taxiunternehmen in Bayern beeinflussen.

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Die Maßnahmen, die im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ergriffen werden, sind ein wichtiger Schritt, um die lokale Taxiindustrie zu unterstützen und auf die wirtschaftlichen Herausforderungen zu reagieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und welche weiteren Anpassungen nötig sein werden.