Heute ist der 17.06.2026 und in Nürnberg steht ein wichtiger Schritt in der Gesundheitsversorgung für Kinder bevor. Ab Juli 2026 wird das Gesundheitsamt Nürnberg die reformierte Schuleingangsuntersuchung (rSEU) schrittweise einführen. Diese Umstellung, die an zehn Schulen in der Stadt beginnt, zielt darauf ab, den Entwicklungsstand der Kinder bereits im vorletzten Kindergartenjahr zu überprüfen – also wenn sie vier bis fünf Jahre alt sind. Das ist ein echter Wandel im Vergleich zur bisherigen Praxis, bei der die Untersuchung erst im letzten Kindergartenjahr stattfand, wenn die Kinder durchschnittlich sechs Jahre alt sind. Die Idee dahinter? Frühzeitige Erkennung von Entwicklungsbedarfen und somit mehr Zeit für gezielte Fördermaßnahmen oder individuelle Therapien!

Die rSEU bleibt, wie auch die alte Form, eine gesetzlich vorgeschriebene Vorsorgeuntersuchung. Bei der Untersuchung wird geschaut, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Unterstützungsbedarf für schulrelevante Fähigkeiten vorliegen. Das bedeutet, dass mit dieser Reform nicht nur die Tests vorgezogen werden, sondern auch die Testbereiche überarbeitet und erweitert wurden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die notwendigen Behandlungen und Fördermaßnahmen aufgrund des vorgezogenen Zeitpunkts rechtzeitig eingeleitet werden können – eine echte Chance für die Kinder!

Ziele und Durchführung der rSEU

Die Reform der Schuleingangsuntersuchung wurde bereits 2018 vom Bayerischen Ministerrat beschlossen, nachdem ein Pilotprojekt positive Ergebnisse geliefert hatte. In Bayern werden aktuell sowohl die reguläre als auch die reformierte Schuleingangsuntersuchung durchgeführt. In farblich hervorgehobenen Landkreisen findet die rSEU bereits Anwendung, während in anderen Landkreisen die Umstellung auf das neue Verfahren entweder begonnen oder die alte Form weiterhin angewandt wird. Ein wichtiges Detail: Die Teilnahme an der rSEU ist Pflicht, so wie es auch bei der vorherigen Form der Fall war. Eltern erhalten zwei bis vier Wochen vor dem Untersuchungstermin eine schriftliche Einladung mit den erforderlichen Informationen.

Die rSEU umfasst ein Screening durch Fachkräfte der Sozialmedizin. Dabei werden Gewicht, Größe, Impfstatus sowie Testergebnisse zu Seh- und Hörvermögen sowie Sprachfähigkeit erfasst. Wenn Auffälligkeiten festgestellt werden, können schulärztliche Untersuchungen erfolgen. Die Ergebnisse der rSEU werden anonymisiert an das Bayerische Landesamt für Gesundheit übermittelt und relevante Informationen über den Gesundheitszustand des Kindes weitergegeben, wenn sie für den Unterricht von Bedeutung sind.

Vorteile für die Kinder und Familien

Ein ganz besonderes Augenmerk liegt darauf, dass die vorgezogene Untersuchung nicht zu einer früheren Einschulung führt. Eltern können also aufatmen – der Druck, dass ihre Kleinen früher in die Schule müssen, bleibt aus. Stattdessen können sie sich darauf konzentrieren, dass ihre Kinder gut vorbereitet sind. Wenn Kinder zwischen dem 01. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, dürfen sie die Einschulung um ein Jahr verschieben, müssen aber an der rSEU teilnehmen. Das ist eine weitere Möglichkeit, die Familien mehr Freiraum gibt.

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Die rSEU wird weiterhin von den medizinischen Fachkräften des Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienstes des Gesundheitsamts durchgeführt. Detaillierte Informationen zur rSEU sind auf den Webseiten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie des Gesundheitsamts der Stadt Nürnberg verfügbar. Es wird spannend zu sehen, wie sich diese Veränderungen auf die Kinder und deren Entwicklung auswirken werden!

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