In der Pfarrei Sankt Hedwig in Kempten fand kürzlich eine bewegende Aussendungsfeier des Hospizvereins Kempten–Oberallgäu statt. Hier versammelten sich 13 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer, die sich über mehrere Monate intensiv auf ihre neue, ehrenamtliche Aufgabe vorbereitet hatten. In dieser Zeit haben sie sich mit schweren Themen wie Tod, Sterben und Trauer auseinandergesetzt. Nun sind sie bereit, schwerkranke und sterbende Menschen in ihren letzten Lebenswochen und -stunden zu begleiten und ihnen sowie deren Angehörigen Unterstützung zu bieten. Ein schöner, aber auch emotionaler Moment für alle Beteiligten!

Pfarrerin Heike Steiger und Pastoralreferent Christoph Vey gestalteten die Feier und sorgten dafür, dass die Bedeutung dieses Moments für die neuen Hospizbegleiter und die gesamte Hospizgemeinschaft spürbar wurde. Die musikalische Umrahmung durch den Hospizchor verlieh der Veranstaltung eine zusätzliche emotionale Tiefe. Josef Mayer, der Vorsitzende des Hospizvereins, drückte seine Dankbarkeit für das Engagement der Ehrenamtlichen aus, die einen wertvollen Beitrag zu einem würdevollen Lebensende leisten.

Ehrenamtliche Begleitung in der Hospizarbeit

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Hospiz- und Trauerbereich werden sorgfältig ausgewählt und durchlaufen eine umfassende Vorbereitung. Dabei stehen medizinische und ethische Aspekte im Fokus, und die Teilnehmenden setzen sich mit ihren eigenen Themen zu Sterben, Tod und Trauer auseinander. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie begleiten kranke und sterbende Menschen in verschiedenen Einrichtungen – sei es zu Hause, in Krankenhäusern oder in Pflegeheimen. Oft halten sie Sitzwachen, lesen vor oder hören einfach nur zu.

Ein besonderes Angebot ist das Lacrima-Programm, das sich an Kinder und Jugendliche richtet. Hier lernen sie, mit ihren Trauergefühlen umzugehen und treffen auf Gleichgesinnte, die ähnliche Verluste erlitten haben. Solche Programme finden an verschiedenen Standorten, unter anderem bei den Johannitern in Hamburg, statt. Doch um als ehrenamtlicher Helfer tätig zu werden, sind bestimmte Voraussetzungen nötig. Offenheit, Empathie und die Bereitschaft, Zeit für andere zu investieren, sind entscheidend.

Die Rolle der Hospizarbeit in der Gesellschaft

Die Hospizarbeit bietet nicht nur Begleitung für schwerst erkrankte und sterbende Erwachsene, sondern auch für Kinder und deren Familien. Hier wird ein vertrauter Raum geschaffen, in dem Menschen bis zuletzt in Würde leben können. Das Ziel ist es, Ängste vor einer künstlichen Lebensverlängerung oder -verkürzung abzubauen und die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen. In Deutschland gibt es rund 100 Hospizdienste und 75 Trauerbegleitdienste, die für alle Altersgruppen Unterstützung anbieten – sei es in stationären Einrichtungen oder durch ambulante Palliativversorgung.

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Diese Art der Unterstützung ist unerlässlich. Jeder von uns kann irgendwann in die Situation kommen, in der wir auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen sind. Ob es nun darum geht, einen Angehörigen zu begleiten oder selbst mit Trauer umzugehen – die Hospizarbeit schafft einen Raum, der Trost und Beistand bietet. Die jetzigen und zukünftigen Hospizbegleiter in Kempten leisten hier einen wertvollen Beitrag, der in der Gesellschaft dringend gebraucht wird. Es ist also mehr als nur ein Job; es ist eine Berufung.

Für mehr Informationen über die wertvolle Arbeit des Hospizvereins in Kempten und die Bedeutung ehrenamtlicher Begleitung, lesen Sie gerne den vollständigen Artikel auf Allgäuer Zeitung.