Am Mittwoch, dem 15. April 2026, lädt der Landkreis Ostallgäu zu einem besonderen Event ein: Der Blitzmarathon, der über 24 Stunden dauert und um 6 Uhr beginnt. Rund 2.000 Einsatzkräfte von Polizei und kommunaler Verkehrsüberwachung werden mobilisiert, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Bevölkerung für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren. Dies ist Teil einer Aktionswoche, die auch als „Speedweek“ in vielen Regionen Deutschlands bekannt ist.

In ganz Bayern werden etwa 1.570 Messstellen eingerichtet, wobei der Fokus auf Unfallgefahrenstrecken sowie sensiblen Bereichen wie Schulen und Kindergärten liegt. Im Ostallgäu werden Geschwindigkeitskontrollen in verschiedenen Gemeinden, darunter Marktoberdorf, Buchloe und Füssen, durchgeführt. Besonders aufmerksam werden die überörtlichen Straßen wie die Bundesstraßen B12, B16 und B472 ins Visier genommen.

Messstellen im Ostallgäu

Die spezifischen Messstellen im Ostallgäu sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Baisweil: Allgäuer Straße (innerorts 50)
  • Biessenhofen: OAL 5, Abzweigung Kreen (außerorts 70)
  • Buchloe: Münchener Straße, Schule (innerorts 30)
  • Füssen: Kemptener Straße (innerorts 50)
  • Marktoberdorf: B16, Hauptstraße Rieder (innerorts 50)
  • Nesselwang: St 2520 (außerorts 100)
  • Ruderatshofen: B12, Richtung München (außerorts 100)
  • Westendorf: Ostendorfer Straße (außerorts 100)

Diese Messstellen sind strategisch gewählt, um insbesondere in Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen und erhöhtem Unfallrisiko eine effektive Geschwindigkeitsüberwachung zu gewährleisten.

Ziele und Erwartungen

Das Hauptziel des Blitzmarathons ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Polizei und die Verkehrsüberwachung hoffen, durch diese Maßnahme nicht nur kurzfristige Regelbefolgung zu erreichen, sondern auch langfristig das Bewusstsein für die Gefahren von Geschwindigkeitsübertretungen zu schärfen.

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Die Wirkung solcher Blitzermarathons ist jedoch umstritten. Eine Studie der Universität Passau hat gezeigt, dass zwar kurzfristig eine Regelbefolgung zu beobachten ist, jedoch die Nachhaltigkeit solcher Maßnahmen oft fraglich bleibt. In anderen europäischen Ländern wie Tschechien und Kroatien werden ähnliche Aktionen koordiniert durch das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool durchgeführt.

Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, sind die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen. Diese können Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar ein mögliches Fahrverbot umfassen. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Nutzung von Blitzer-Apps während der Fahrt verboten ist und ein Bußgeld von 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg nach sich ziehen kann.

Für die Bürger im Ostallgäu wird der Blitzmarathon eine Gelegenheit bieten, sich aktiv mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zu den Messstellen und Regelungen sind auf den entsprechenden Webseiten verfügbar, unter anderem auf den Seiten des Kreisboten und NAG Bayern.