Ein aufregendes und zugleich besorgniserregendes Wochenende für die Wassersportler in der Region Passau. Am Donnerstagabend, gegen 21 Uhr, kenterte ein Motorboot mit zwei alkoholfreien Männern bei Vilshofen an der Donau. Die beiden Herren, 24 und 28 Jahre alt, hatten sich offensichtlich mit reichlich Alkohol eingedeckt, als sie flussabwärts in Richtung Passau unterwegs waren. Die Situation eskalierte in einer Rechtskurve, und das Boot kenterte – ein Schreckmoment für die beiden, die sich daraufhin auf einen Inselstreifen retten konnten, bevor ihre persönlichen Gegenstände mit dem Boot untergingen. Glücklicherweise wurde der Schiffsführer eines vorbeifahrenden Schleppers aufmerksam und verständigte den Notruf.

Die beiden Männer blieben unverletzt und wurden von der Wasserwacht sowie der Feuerwehr sicher zum Bootshafen Vilshofen gebracht. Das gesunkene Boot, das sich am Freitagmorgen noch am Rand der Donau innerhalb einer Fahrrinne befand, soll am Freitag geborgen werden. Die Polizei stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass beide Männer alkoholisiert waren und ordnete eine Blutentnahme an. Die Wasserschutzpolizei Passau hat Ermittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgenommen. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf einen mittleren bis hohen vierstelligen Betrag. Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die Gefahren des Alkoholkonsums beim Fahren eines Bootes – ein Thema, das auch in anderen Gewässern in Bayern immer wieder aufkommt.

Umwelt-Skandal auf der Donau

Ein weiterer Vorfall, der die Gewässer der Region betrifft, ereignete sich kürzlich während einer routinemäßigen Kontrolle eines Kreuzfahrtschiffs auf der Donau. Am 22. Mai 2025 stellte die Wasserschutzpolizei fest, dass die bordeigene Kläranlage des Schiffes das Abwasser nicht vorschriftsgemäß reinigte. Dies führte dazu, dass verschmutztes Wasser in die Donau gelangte. Ein Schnelltest ergab die Überschreitung mehrerer Grenzwerte, und das Abwasser wies eine auffällige Färbung und einen starken Geruch auf. Die Kontrolle fand gegen 3 Uhr morgens statt – ein ungünstiger Zeitpunkt für solche Entdeckungen.

Um weitere Umweltbelastungen zu verhindern, schloss die Polizei sofort das Auslassventil der Kläranlage. Das verantwortliche Unternehmen muss nun nachweisen, dass die Kläranlage ordnungsgemäß funktioniert, bevor behandeltes Abwasser wieder in die Donau geleitet werden darf. Gegen den verantwortlichen Unternehmensvertreter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines schweren Umweltdelikts eingeleitet. Interessanterweise gab es eine Woche zuvor einen ähnlichen Vorfall auf einem weiteren Schiff desselben Betreibers, was die Bedenken hinsichtlich der Umweltstandards in der Schifffahrt verstärkt.

Alkoholkontrollen auf der Isar

Die Polizei bleibt nicht untätig, wenn es um die Sicherheit auf den Gewässern geht. Am Freitagnachmittag wurden beispielsweise Schlauchbootfahrer an der Isar in Baierbrunn kontrolliert. Dort hatten zwei Insassen 0,7 Promille Alkohol im Blut und erhielten ein Bußgeld. Diese Kontrollen sind Teil einer umfassenden Maßnahme des Landratsamts München, das 2020 strenge Vorgaben für das Befahren der Isar festlegte. Nur bestimmte Boote sind erlaubt, und die Promillegrenze für Bootsinsassen liegt bei 0,5. Die Polizei führt diese Kontrollen durch, um Unfälle zu vermeiden – denn im letzten Jahr gab es tragischerweise drei Tote beim Schlauchbootfahren.

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Die Zunahme von Unfällen aufgrund von Alkohol und der Unterschätzung von Gefahren wie Wehren und Wildfluss ist alarmierend. Bußgelder für Regelverstöße können von 50 bis 5000 Euro reichen und Alkoholmissbrauch wird entsprechend bestraft. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Gewässer nicht nur ein Ort für Freizeitvergnügen sind, sondern auch sicher bleiben – für alle, die sie nutzen.